Anti-Intrazeption

Anti-Intrazeption
Viele kennen die Studien zum Autoritären Charakter, die Theodor Adorno, R. Nevitt Sanford, Else Frenkel-Brunswick und Daniel J. Levinson in den 1940er Jahren in den USA durchgeführt haben, dem Namen nach. Etliche zitieren die Studien. Die wenigsten kennen die Konzepte, die darin zur Anwendung gekommen sind, um die autoritäre Persönlichkeit zu operationalisieren. Wer hat schon ...

Sozialpsychologie: Stereotype

Sozialpsychologie: Stereotype
Die Erforschung von Stereotypen und Vorurteilen ist in weiten Teilen mit den Namen von Gordon Allport, John Turner und Henri Tajfel verbunden. Vor allem Tajfel und Turner haben da weitergemacht, wo Allport aufgehört hat, nämlich bei der Untersuchung des Zwecks, den Vorurteile und Stereotype für diejenigen, die sie nutzen, erfüllen. Eine der Erkenntnisse, die Turner ...

John Locke: Der erste Sozialpsychologe?

John Locke: Der erste Sozialpsychologe?
Die meisten der alten Philosophen haben sich durch eine große Anzahl von Interessen ausgezeichnet und durch ein beeindruckendes Wissen auf den meisten ihrer Interessengebiete. John Locke, den viele wegen seiner politischen Philosophie kennen, hat sich u.a. für Astronomie und Mathematik interessiert und daneben eine ganz eigene Identitätslehre entworfen, die man als erste Form von Sozialpsychologie ...

Sozialpsychologie: Prozedurale Gerechtigkeit

Sozialpsychologie: Prozedurale Gerechtigkeit
Prozedurale Gerechtigkeit wird auch als Verfahrensgerechtigkeit bezeichnet. Sie bezieht sich auf die Art und Weise, in der ein Ergebnis im Verlauf eines Prozesses erreicht wird. Bierhoff beschreibt in seinem Bändchen zur Sozialpsychologie die prozedurale Gerechtigkeit wie folgt: “Im Zusammenhang mit dem Begriff der lokalen Fairness wurde schon darauf hingewiesen, dass üblicherweise kein optimales Aufteilungskriterium zur ...

Sozialpsychologie: Tajfel über Stereotype

Sozialpsychologie: Tajfel über Stereotype
Wenn heute die Rede auf Stereotype kommt, dann ist damit häufig bereits eine negative Wertung verbunden, denn Stereotypisieren gilt als negative Tätigkeit, fast schon als eine Form der Diskriminierung. Das war nicht immer so. Bereits Gordon Allport hat 1954 auf die kognitive Funktion von Stereotypen hingewiesen. Einige Jahre später (1981) hat Henri Tajfel die normative, ...

Sozialpsychologie: Relative Deprivation und Gerechtigkeit

Sozialpsychologie: Relative Deprivation und Gerechtigkeit
Als Begriff ist Gerechtigkeit, auch in seiner Variante der sozialen Gerechtigkeit, allgegenwärtig. Zumeist bleibt er undefiniert, gemäß der allgemeinen Übereinkunft, dass doch jeder wisse, was mit Gerechtigkeit gemeint ist. Ist das wirklich so? Prüfen Sie Ihr Verständnis: Gerechtigkeit liegt dann vor, wenn ein Akteur X für seine Leistung A eine Entlohnung S erhält, die er ...

Soziologie: Die Produktivität gesellschaftlicher Konflikte

Soziologie: Die Produktivität gesellschaftlicher Konflikte
Heute vor 61 Jahren, nämlich 1956, wurde ein Buch veröffentlicht, das in den folgenden Jahrzehnten als ein Klassiker der Soziologie galt, nämlich das Buch mit dem Titel „The Functions of Social Conflict“ von Lewis A. Coser. Das Buch basiert auf Cosers Dissertationsschrift, die er unter der Betreuung von Robert K. Merton angefertigt hat, und hat ...

Empirische Sozialforschung: Repräsentativität durch Zufallsauswahl

Empirische Sozialforschung: Repräsentativität durch Zufallsauswahl
Das Konzept der Repräsentativität geistert immer dann durch die Medien, wenn die Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts thematisiert wird. Letztere reklamieren in der Regel für ihre Ergebnisse Repräsentativität. Doch wann liegt, technisch besehen, Repräsentativität vor? Was sind ihre Voraussetzungen und warum kann Repräsentativität nur durch eine Zufallsauswahl sichergestellt werden? Helmut Kromrey hat die Antwort: “Für Wahrscheinlichkeitsauswahlen (im ...

Maslow: Die Theorie der menschlichen Motivation und die Bedürfnispyramide

Die sogenannte Bedürfnispyramide ist ein Modell, in dem menschliche Bedürfnisse in eine fünf Stufen umfassende Hierarchie gebracht werden. Sie wurde von dem amerikanischen Psychologen Abraham H. Maslow in den 1940er- und 1950er-Jahren entwickelt. Die Basis der Pyramide bilden physiologische Bedürfnissse nach Wärme, Wasser, Nahrung und Ruhe. Auf der zweiten Stufe verortet Maslow das Bedürfnis nach ...

Politikwissenschaft: Autoritäre Persönlichkeit

Politikwissenschaft: Autoritäre Persönlichkeit
Die Autoritäre Persönlichkeit, die Adorno, Levinson, Sanford und Frenkel-Brunswick im Jahre 1950 veröffentlicht haben, ist zu einem klassiker der empirischen Sozialforschung geworden, auf den immer gerne Bezug genommen und aus dem immer gerne zitiert wird, in der Regel mit Bezug auf die F-Skala, die zur Messung von Faschismus entwickelt wurde. Dass die F-Skala sich aus ...