Variablensoziologie: Viel Daten – wenig Sinn

Variablensoziologie ist ein Begriff, der für Soziologen reserviert ist, die gerne mit z.B. SPSS oder Stata spielen und dabei ganz erstaunliche Korrelationen (zuweilen denken sie auch: Kausalitäten) zu Tage befördern, von denen sie nicht wissen, wo sie herkommen. Das wissen sie nicht, weil die Daten zu ihnen gesprochen haben, ohne zu sagen, was das Gesprochene ...

Marketing: Personalisierte Werbung wird eher wahrgenommen

Marketing: Personalisierte Werbung wird eher wahrgenommen
Personalisierte Werbung erweckt im Internet mehr Aufmerksamkeit als z.B. Bannerwerbung. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, die u.a. Kai Kaspar vom Institut für Psychologie der Universität Köln durchgeführt hat. Personalisierte Werbung basiert auf Informationen, die über Surfer im Internet und auf Basis ihrer IP, die sie beim Besuchen von Seiten hinterrlassen, gesourced werden können. So hat sich schon mancher ...

Soziologie: Soziale Normen und Gesetzestreue

Soziologie: Soziale Normen und Gesetzestreue
Gesetze, die gegen soziale Normen verstoßen, haben eine geringe Wahrscheinlichkeit, befolgt zu werden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die Daron Acemoglu und Matthew O. Jackson gerade veröffentlicht haben. Die Untersuchung mit dem Titel Social Norms and the Enforcement of Laws basiert auf einer spieltheoretischen Modellierung, in deren Verlauf unter anderem untersucht wird, welche Variablen, ...

Ghostwriting: Vorstellung und Realität

Ghostwriting: Vorstellung und Realität
Akademisches Ghostwriting ist in den letzten Jahren ziemlich ins Gerede gekommen. Zu Unrecht, denn Plagiatsaffären, wie die derzeitige Saga um die Bundesbildungsministerin Annette Schavan oder die Affäre um den ehemaligen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg haben nichts mit akademischem Ghostwriting zu tun. Im Gegenteil: Hätten Frau Schavan und Herr zu Guttenberg die Dienste eines guten ...

Psychologie: Altruismus kann man herbeireden

Psychologie: Altruismus kann man herbeireden
“Was würdest Du tun, wenn Du heute eine Million Britische Pfund in bar erhalten würdest?” – das wurden 1.143 Waliser Schüler im Alter von 10 bis 15 Jahren von Forschern des Wales Institute of Social and Economic Research gefragt. Die Antworten sind eindeutig: 36,3% der befragten Schüler würden das Geld für sich ausgeben; 13,9% würden ...

Finanzwissenschaft: ESG-Investment kommt bei Shareholdern nicht an

Finanzwissenschaft: ESG-Investment kommt bei Shareholdern nicht an
ESG-Investment, also Investitionen in ökologische, soziale oder governance Projekte, finden bei Aktienbesitzern keinen Anklang. Das zeigt die Forschung von Tracie Woidtke, die ihre Ergebnisse gerade am Manhatten Institute vorgetragen hat. Demnach besteht ein negativer Zusammenhang zwischen Investitionen von Unternehmen in das, was unter dem Stichwort Corporal Social Responsibility diskutiert wird, und dem Firmenwert. Ob die Investitionen die Ursache ...

Statistik und empirische Sozialforschung leicht gemacht

Statistik und empirische Sozialforschung leicht gemacht
Vor allem für Sozialwissenschaftler ist Statistik immer noch einer der Angstgegner. Formeln, Berechnungen, kaum überschaubare Algorithmen, die bestimmten Analyseverfahren zu Grunde liegen und Probleme damit, wie Ergebnisse zu interpretieren sind, beschreiben, was den Angstgegner im Kern ausmacht. Dabei ist die Berechnung von Mittelwert und Standardabweichung ein Leichtes. Dabei ist der Aufbau und die Logik statischer ...

Management: Die Wiederentdeckung der Ambivalenz

Management: Die Wiederentdeckung der Ambivalenz
Bislang herrscht in Management-Theorien eine positive Eindimensionalität: Zufriedene Mitarbeiter arbeiten besser, verbessern das Betriebsklima, sind glücklich und wirken sich positiv auf das Betriebsergebnis aus. Zufriedene Kunden machen kostenlos und per Word-of-Mouth Werbung und vor allem: zufriedene Kunden können zu loyalen Kunden werden, die wiederkommen und gegen Abwerbeversuche der Konkurrenz resistent sind. Eine Sonderausgabe der Human Relations ...

Ökonomie: Anreize zur Aufnahme eines Arbeitsplatzes

Ökonomie: Anreize zur Aufnahme eines Arbeitsplatzes
Eine Grundannahme, die mit der Idee freier Märkte und entsprechend auch mit Arbeitsmärkten verbunden ist, lautet: Marktteilnehmer sind keinen Beschränkungen unterworfen. Übertragen auf den Arbeitsmakt heißt das z.B.: Wenn an einem Ort A Arbeitslosigkeit herrscht, und an Ort B ein Überangebot an Arbeit vorhanden ist, dann wird ein Anbieter von Arbeit, der in A lebt, nach ...

Sozialwissenschaften: Das Happiness Gen

Sozialwissenschaften: Das Happiness Gen
Im Gericht spricht man von “circumstantial evidence, wenn eine Verurteilung auf einer indirekten Beweisführung basiert. In den Sozialwissenschaften ergibt sich die Notwendigkeit zu indirekter Beweisführung in der Regel aus Korrelationen, die gefunden werden. Eine solche Korrelation berichten Eugenio Proto und Andrew J. Oswald in einem grauen Papier, das im Institut für Arbeitsforschung in Bonn veröffentlicht wurde. ...