Jugendsoziologie: Generation

Jugendsoziologie: Generation
Mit der Erfindung von Kindheit und Jugend geht eine neue Forschungsrichtung einher. Nicht nur das: Auf Grundlage von beidem erfolgen Gruppenbildungen, die wiederum Grundlage für Forschungsrichtungen und -paradigmata bilden. Ein solches Paradigma, das es noch nicht zur Theorie geschafft hat, ist der generationstypologische Ansatz. Zu seinen wichtigsten Vertretern zählen u.a. Karl Mannheim oder Margaret Mead. ...

Soziologie: Selbstmord

Soziologie: Selbstmord
Emile Durkheim ist nicht nur der Vater der Soziologie, er ist auch der Vater der empirischen Sozialforschung in Form einer Analyse von Makrodaten. Berühmt ist seine Untersuchung über den Selbstmord, in der er bekanntlich drei Hauptformen des Selbstmords, nämlich den egoistischen, den altruistischen und den anomischen Selbstmord unterscheidet. Zum egoistischen und zum altruistischen Selbstmord schreibt ...

Soziologie: Sozialer Wandel

„Sozialer Wandel“, so schreibt Wolfgang Zapf, „ist die Veränderung sozialer Strukturen; unter sozialen Strukturen versteht man die (relativ) stabilen Regelmäßigkeiten des sozialen Lebens, z.B. Rollenverhalten, Organisationsmuster und soziale Schichtung“ (Zapf 1986: 365). Der Definition von Zapf haftet eine gewisse Ambiguität an, insofern sich etwas verändern soll, was als „relativ stabil“ gilt, anders formuliert, die behauptete ...

James S. Coleman: Was sind Rechte?

James S. Coleman: Was sind Rechte?
Kaum etwas ist heute häufiger Gegenstand von Diskussionen als Rechte bzw. deren Einschränkung. Aber was sind Rechte eigentlich? James S. Coleman hat auf diese Frage eine Antwort gegeben: “Vorläufig kann man sagen, dass ein Akteur das Recht hat, eine Handlung auszuführen oder ausführen zu lassen, wenn alle, die von der Ausführung dieses Rechtes betroffen sind, ...

ZdT: Max Weber: Was ist Soziologie?

ZdT: Max Weber: Was ist Soziologie?
Soziologie besteht für Emile Durkheim in der Erklärung sozialer Tatbestände, wobei die sozialen Tatbestände auf der gesellschaftlichen Ebene anfallen. Max Weber ist individualistischer orientiert und definiert Soziologie wie folgt: “Soziologie (im hier verstandenen Sinn deses sehr vieldeutig gebrauchten Wortes) soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und in ...

Umwelt: Gefahr aus dem Weltall?

Am 15. Februar 2013 ist ein Meteorit über Russland explodiert. Mehr als 1000 Menschen in oder in der Umgebung der russischen Stadt Tscheljabinsk wurden dabei verletzt. Das Ereignis ist, wenn die Berechnungen stimmen, die ein Autorenteam um Peter Brown gerade in Nature veröffentlicht haben, nicht so selten, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die ...

Marketing: Erfolgsrezept Angst machen?

Wer kennt sie nicht, die Situation, die die Nackenhaare stellt und eine Form des angenehm und dennoch mulmigen Angstgefühls bei denjenigen entstehen lässt, die im sicheren Sessel ihrer eigenen vier Wände gerade den Horror-Schocker mit special effects, die einem den Atem rauben, ansehen? Lea Dunn von der Saunder School of Business kennt die Situation ganz ...

Sozialpsychologie: Die Grenzen des sozialen Lernens im Internet

Die Frage, wie Menschen lernen, ist eine der zentralen Fragen der Sozialwissenschaften, denn sie trennt zwischen Natur und Kultur, zieht die Grenze zwischen dem, was angeboren ist und dem, was man dazu lernen kann. Dass man dazu lernen kann, steht außer Frage, und die Art, wie man dazu lernen kann, hat Lerntheoretiker von Burrhus F. ...

Wissenschaftliches Arbeiten: Zitieren

Es mag sein, dass ich in dieser Hinsicht eigen bin, aber ich habe das Zitieren noch von der Pike auf gelernt. Hans-Joachim Haubold, Universitätsbibliothekar in Mannheim, hat mich und meine Kommilitonen gequält. Aber die Quälerei hat sich gelohnt. Keiner derjenigen, die durch die Hauboldsche Zitierkaderschmiede gegangen sind, hat sich hinterher getraut, gegen das Erlernte zu ...

Ökonomie: Die Grundlage moderner Gesellschaft ist … Geld!

Arbeitsteilung, so hat Emile Durkheim bereits formuliert, ist die Grundlage nicht nur moderner Gesellschaften. Erst durch Arbeitsteilung und Kooperation zwischen Individuen sind Gesellschaften überhaupt möglich. Thomas Hobbes kam einige Jahrhunderte vor Emile Durkheim zu demselben Schluss und war überdies der Ansicht, Kooperation basiere auf Vertrauen und Vertrauen müsse durch einen Leviathan, der die Einhaltung von ...