Verwaltungswissenschaft: IT-Investitionen um die Verwaltung zu verkleinern?

Verwaltungen tendieren dazu, immer größer zu werden. Nicht erst seit Sir Humphrey Appleby in der Britischen Commedy-Serie “Yes Minister” die Gesetze, nach denen Verwaltungen funktionieren, offen gelegt hat, ist bekannt, dass das erste und wichtigste Ziel einer Verwaltung darin besteht, zu wachsen, denn je größer eine Verwaltung ist, desto wichtiger ist die Verwaltung in der ...

Psychologie: Ein leerer Bauch kauft mehr

Wer hungrig ist, kauft mehr ein. Das ist das Ergebnis mehrerer Experimente, die Alison Jing-Xu, Norbert Schwarz und Robert S. Wyer gerade in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht haben. Die Experimente sahen z.B. Probanden Papier-Clips bewerten. Nach der Bewertung mussten sie einen Fragebogen ausfüllen. Anschließend durften Sie so viele Clips mit nach Hause nehmen, ...

Marketing: Handarbeit sells

Produkte, die von Hand erstellt wurden, werden maschinengefertigten Produkten vorgezogen, das ist ein Ergebnis einer Studie, die Christopf Fuchs, Martin Schreier und Stijn M.J. van Osselaer im Journal of Marketing veröffentlicht haben. In einer Serie von vier Experimenten haben die drei Forscher nicht nur die Kaufentscheidung von Konsumenten untersucht, wenn sie zwischen maschinell und per Handarbeit ...

Politikwissenschaft: Ostdeutsche wählen anders

Weniger und anders, so kann man die Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Ost- und Westdeutschland zusammenfassen. Waren es bei der Bundestagswahl 1990 noch 74,5% der Ostdeutschen, die wählen gingen, so waren es 2013 nur noch 67,6%. In beiden Fällen lag die Wahlbeteiligung unter der Wahlbeteiligung in Westdeutschland (1990: 78,6%; 2013: 72,4%). Auch im Hinblick auf die Parteien der Wahl, ...

Ökonomie: Entwicklungshilfe führt zu Gewalt

Entwicklungshilfe wird immer mit den besten Absichten gegeben. Nicht, dass Entwicklungshilfe ein Mittel wäre, um die heimische Sozialindustrie anzukurbeln. Vielmehr geht es darum, Menschen vor Ort zu helfen, mit Projekten und vor allem mit finanziellen Mitteln. Nun zeigt eine Untersuchung, die u.a. Benjamin Crost von der University of Illinois zu verantworten hat, dass Entwicklungshilfe nicht nur ...

Unternehmenskommunikation: Besser nicht nach Dienstschluss oder?

Eine der interessantesten Veränderungen, die mit dem elektronischen Zeitalter gekommen sind, besteht darin, dass es per eMail möglich ist, Arbeit nach Hause zu schicken. War es durch das Telefon nur möglich, Angestellte zu Hause zu erreichen, so geben elektronische Mails die Möglichkeit, nicht nur Text, sondern auch Anhang zu verschicken, eine Möglichkeit, die von Unternehmen genutzt wird. ...

Wirtschaftspsychologie: Schauspielen am Arbeitsplatz

Free Trait Acting, so nennen Brian Little und Sanna Balsari-Palsude es, wenn Personen, die eigentlich introvertiert sind, sich extrovertiert verhalten bzw. wenn Extrovertierte sich introvertiert verhalten, wenn Menschen sich in einer Weise verhalten, wie beide sagen, die ihrem Charakter nicht entspricht, wenn sie jemanden spielen, der sie nicht sind. Die Prämissen der entsprechenden Forschung sind offenkundig: ...

Sozialpsychologie des Aberglaubens

Freitag, der 13., das ist ein Datum, das bei einer Reihe von Menschen ein gewisses Unbehagen weckt. Dabei kann der Freitag ebenso wenig dafür, dass er ein Freitag ist, wie die 13 etwas dafür kann, dass sie als Unglückzahl angesehen wird. Tatsächlich ist die Verbindung von Freitag und 13 neueren Datums. Wie Rebecca Borah von der University ...

Spieltheorie: Ein Briefumschlag macht den Unterschied

Die Fragen, warum Menschen kooperieren und unter welchen Umständen sie kooperieren, haben viele Wissenschaftler in ihren Bann geschlagen. Meilensteine der Analyse kommen dabei aus der Spieltheorie, und sie stammen aus den Arbeiten von Robert Axelrod. Das wichtigste Ergebnis dieser Arbeiten lautet: Kooperiert wird, wenn der Schatten der Zukunft lang ist, wenn also damit zu rechnen ist, ...