Soziologie: Soziale Rolle

Soziologie: Soziale Rolle
Ralf Dahrendorf hat mit seinem 1958 veröffentlichten Buch „Homo Sociologicus“ das Konzept der sozialen Rolle in Deutschland eingeführt. Dahrendorf vertritt darin eine Auffassung, die Wiswede (1997: 181) als funktionalistische Perspektive ansieht: Soziale Rollen sind an der Schnittstelle zwischen Individuum und Gesellschaft und haben drei konstituierende Elemente: „(1) Soziale Rollen sind gleich Positionen quasi-objektive vom Einzelnen ...

Ethnologie: Zombii’s (Zombies)

Ethnologie: Zombii's (Zombies)
Die Zeiten, in denen Ethnologen mit aufregenden Berichten ihrer Feldforschung glänzten, die Zeiten der Trobriander, der politischen Systeme in Highland Birma oder der Azande, sie sind wohl weitgehend vorbei. Die Technokratie hat Einzug gehalten und spannende Feldforschung weitgehend erstickt. Und so bleibt nichts anderes übrig, als in Nostalgie zu schwelgen und z.B. E. Wade Davis, ...

Qualitative Sozialforschung: Die Sprache der Messung

Qualitative Sozialforschung: Die Sprache der Messung
Qualitative Sozialforschung hat zuweilen etwas willkürliches und manche, die sie betreiben, sind offenkundig der Ansicht, dass “anything goes”, wenn es zur qualitativen Sozialforschung kommt. Dann brauche man keine Regeln, keine Methode, keine Theorie der Datenerhebung und keine Diskussion der Frage, wie man eigentlich im Rahmen qualitativer SOzialforschung mißt. Diese Forstellungen stehen in einem drastischen Gegensatz ...

Ethnologie: Schenken

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Schenken eigentlicht für eine Tätigkeit ist? Ist es eine Tätigkeit, in der ein Überlegener seinen Altruismus zum Ausdruck bringt oder seine Hegemonie? Ist es ein Akt reziproker Verpflichtung, weil Geschenke erwiedert werden müssen? Der erste, der sich diese Fragen gestellt hat, ist Marcel Mauss gewesen. Seine Antworten hat ...

Kulturanthropologie: Staatssozialismus

Kulturanthropologie: Staatssozialismus
Kulturanthropologie oder Ethnologie zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie ihren Blick auf Kultur, fremde Kultur bzw. andere Kulturentwürfe richten, sie zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie zuweilen einen verfremdeten Blick auf die eigene Kultur richten und auf diese Weise Selbstverständlichkeiten hinterfragen, zuweilen mit überraschenden Ergebnissen. Ein Beispiel findet sich bei Marvin Harris: ...

Ethnologie: Gesellschaft und Individuum

Ethnologie: Gesellschaft und Individuum
Das Zusammenspiel zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft, die ihn umgibt, ist das Thema des ethnologischen Klassikers “Patterns of Culure” von Ruth Benedict. Darin zeichnet sie nicht nur die Muster nach, die unterschiedliche Gesellschaften gemeinsam haben bzw. die sie unterscheiden, sie interessiert sich auch für die Beziehung des Einzelnen zur ihn umgebenden Gesellschaft, die Muster ...

Politische Anthropologie: Staatenbildung

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es zu Staatenbildung gekommen ist? Wir sind es heute gewöhnt, in Ländern, Deutschland, Frankreich, Großbritannien zu denken. Aber Länder gibt es nicht seit jeher. Irgendwann müssen Menschen angefangen haben, sich in Gebilden, die man als Frühstaaten bezeichnet, zu organisieren. Die politische Anthropologie untersucht u.a. diese Frühformen menschlicher, politischer ...

Soziale Probleme: Armut

Armut ist ein Thema der Sozialwissenschaften, das nicht erst in den letzten Jahren entdeckt wurde. Tatsächlich haben sich Generationen von Sozialwissenschaftlern damit beschäftigt, die Ursachen von Armut zu erforschen und nach Möglichkeit auch zu erklären. Dabei sind im Wesentlichen zwei Theoriestränge herausgekommen: Theorien, die die Ursache der Armut bei/in Armen suchen, und Theorien, die die ...

Ethnologie: Die Unterscheidung zwischen etischer und emischer Forschungsperspektive

Ethnologie: Die Unterscheidung zwischen etischer und emischer Forschungsperspektive
… geht auf den amerikanischen Linguisten und Kulturanthropologen Kenneth Pike (1912-2000) zurück. Pike meinte, dass ein Forscher, der menschliches Verhalten beobachtet, das beobachtete Verhalten grundsätzlich auf zwei verschiedene Weisen betrachten kann, die er als die etische und die emische Betrachtungsweise beschreibt, und zwar wie folgt: „The etic viewpoint studies behavior as from outside of a ...

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