Marketing: Viel Schulden, wenig Kundenzufriedenheit

“From Finance to Marketing: The Impact of Financial Leverage on Customer Satisfaction”, so ist ein Beitrag überschrieben, den Ashwin Malshe und Manoj K. Agarwal im Journal of Marketing veröffentlicht haben. Der Beitrag breitet auf 17 Seiten eine doch recht einfache Nachricht aus: Je mehr Schulden ein Unternehmen hat, desto unzufriedener sind die Kunden. Der Zusammenhang ...

Handlungstheorie: Bruch mit Routinen ist nützlich

Ausgerechnet ein Tube Streik, also ein Streik der Fahrer der Londoner U-Bahn hat sich positiv auf die britische Ökonomie ausgewirkt. Das haben Forscher von den Universitäten Cambridge und Oxford herausgefunden. Die Forscher haben die Fahrroutinen von Pendlern erforscht, wie sie sich vor und nach dem Tube-Streik dargestellt haben (Im Vereinigten Königreich ist dies auf Grundlage ...

Bildungsforschung: Erfahrung macht den Unterschied

Arbeit hat noch niemandem geschadet, so lautet ein Sprichwort, das weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Nicht nur schadet Arbeit nicht, Arbeit wirkt sich positiv aus, und zwar auf die Schulnoten. Das hat ein Wissenschaftler an der Stanford University herausgefunden.  Jacob Leos-Urbel hat Schüler untersucht, die in den Sommerferien jobben, ein in den USA weit verbreitetes Phänomen. 200.000 ...

Management: Innovation? Nicht zu viel davon

Bei Innovationen scheint zu gelten: Weniger ist mehr. Zu diesem Ergebnis kommen Paolo Aversa, Luiz Mesquita und Jaideep Anand in ihrem Beitrag “Driving Performance via Exploration in Changing Environments”, der in Heft 4 von Organization Science (2015) veröffentlicht wurde. Zu ihrem Ergebnis sind die drei Autoren durch eine Untersuchung von Formel 1 Teams gekommen. 49 ...

Qualitative Sozialforschung: Was tun mit den Daten?

Die qualitative Sozialforschung boomt. Experteninterview, Tiefeninterview, Fokus-Gruppen, narrative Interviews, sie alle werden geführt, von vielen geführt und aufgezeichnet werden sie, auf Tonband, Video, DVD, damit die Befragung auch dokumentiert wird. Und dann? Was macht man mit den vielen Seiten Text der transkribierten Fassung des Tonband-Interviews? Was mit dem langen Video und der so vielseitigen Transkription? Wie wertet man ...

Keine Angst vor Statistik

Pearson’s R, Kreuztabelle, Häufigkeitsverteilung, Scatterplot, multiple Regression, Histogramm, Faktorenanalyse  – alles böhmische Dörfer für Sie? Statistik, Mathematik … Wahrscheinlichkeitsrechnung, Signifikanztests, Korrelationsmaße, unabhängige Stichproben, Alter logarithmiert, Mittelwertunterschiede, t-Test, Zusammenhangsmaße, Gütemaße, erklärte Varianz – Schreckgespenste ihres bisherigen Studiums? Menuführung in SPSS? Ein Graus. Befehlssyntax? Was ist das? Variablenmanipulation? Rekodieren ins Nichts, Fehlende Werte, weniger Befragte, verschwundene Befragte, ein beschädigter ...

Empirische Sozialforschung: Vom Zirkelschluss

Empirische Sozialforschung: Vom Zirkelschluss
Die Wahl zum Britischen Unterhaus im Jahre 2015 nahm einen ganz anderen Ausgang als es auf Grundlage von Wahlumfragen im Vorfeld den Anschein hatte. Statt des erwarteten Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Labour und den Tories gab es einen Erdrutschsieg der Tories. Das offenkundige Versagen der Wahlforscher, den Wahlausgang vorherzusagen, hat nun eine Kommission beschäftigt, die vom British Polling Council ...

Statistik und empirische Sozialforschung

Vor allem für Sozialwissenschaftler ist Statistik immer noch einer der Angstgegner. Formeln, Berechnungen, kaum überschaubare Algorithmen, die bestimmten Analyseverfahren zu Grunde liegen und Probleme damit, wie Ergebnisse zu interpretieren sind, beschreiben, was den Angstgegner im Kern ausmacht. Dabei ist die Berechnung von Mittelwert und Standardabweichung ein Leichtes. Dabei ist der Aufbau und die Logik statischer ...

Sozialpsychologie: Warum glauben Menschen an Verschwörungstheorien?

Quassim Cassam, University of Warwick und Professor beim Arts and Humanities Council, ist angetreten, Verschwörungstheorien zu erklären, nicht nur das, er will generell erklären, warum Menchen an absurden Ideen festhalten. Unter absurden Ideen versteht er z.B. die Überzeugung, dass 9/11 ein Inside-Job war, dessen Auftraggeber die US-Regierung gewesen sein soll. Dabei interessiert ihn besonders, wieso ...

Ökonomie: Aus dem Bauch heraus entscheiden

Seit Amos Tversky und Daniel Kahneman ernsthafte Zweifel an der Nützlichkeit des Modells eines auf Basis vollständiger Information entscheidenden rationalen Akteurs angemeldet haben, ist die Zahl der Beiträge, die ihre Ergebnisse zur Grundlage der Suche nach Anomalien, z.B. bei der Hypothese effizienter Märkte von Fama (1970) oder dem Capital Asset Pricing Model von Sharpe (1964) machen, ständig gewachsen. Die ...