Soziologie: Der dressierte Bürger

Soziologie: Der dressierte Bürger
Was macht man nach dem Soziologie-Studium war früher eine beliebte Frage, die häufig mit dem Verweis auf Taxifahrer ergänzt wurde. Die Phantasie vieler Zeitgenossen, die mit Studenten der Sozialwissenschaften konfrontiert sind, reicht gewöhnlich nicht aus, um Berufsbilder zu beschreiben, die durch ein sozialwissenschaftliches Studium eröffnet werden. Dabei sind die Sozialwissenschaftler überall im täglichen Leben anzutreffen. ...

Pädagogik: Schulstress

Pädagogik: Schulstress
Heute einmal etwas mit Geschichte: Schulstress. Bereits 1975 haben sich Peter Marschall und Helmuth Zenz dazu wie folgt geäußert: “Stress war ursprünglich ein rein physiologisches Konzept, das die spezifische Reaktion des Organismus auf eine ungewöhnliche physische Anforderung beschrieb. Einerseits verbindet sich mit Streß die Vorstellung von der Art und Menge der anfordernden Reize, andererseits beschreibt ...

Statistik: Voraussetzungen der Regressionsanalyse

Statistik: Voraussetzungen der Regressionsanalyse
Statistik verfolgt u.a. das Ziel, Muster in einer Grundgesamtheit aufzuzeigen. Zwei Variablen, die man miteinander in Verbindung bringt, in dem man z.B. für jeden Befragten ihren jeweiligen Wert in einem Koordinatenkreut abträgt, produzieren auf diese Weise eine Punktewolke, denn Befragte erreichen unterschiedliche Werte und Wertkombinationen auf beiden Variablen. Die Frage, ob sich ein Muster, ein ...

Psychologie: Intelligenz

Psychologie: Intelligenz
Nicht nur die Frage, was Intelligenz ausmacht, woran man sie erkennen, kann, beschäftigt Psychologen seit vielen Jahren, auch die Frage, wie man Intelligenz messen kann, sofern man sich darauf verständigt hat, was Intelligenz denn nun sein soll. Letzteres ist jedoch nicht ganz so einfach wie es erscheint. Zum einen bringen neurologische Befunde immer neue Sachverhalte ...

Sprache und Sprachverständnis: Propositionen

Sprache und Sprachverständnis: Propositionen
Eine gute Zusammenfassung eines umfangreichen und kaum mehr zu überschauenden Forschungsbereichs der Psychologie, der sich mit Sprache, Sprachverständnis, Textverständnis und -verarbeitung befasst, finden sich in einer etwas gewöhnungsbedürftigen Form im von Jürgen Straub, Wilhelm Kempf und Hans Werbik herausgegebenen Buch “Psychologie. Eine Einführung” (dtv, 2005). Es geht um Propositionen. “Propositionen werden wie erwähnt als tiefenstrukturelle ...

Psychologie: Sprachwahrnehmung

Psychologie: Sprachwahrnehmung
Wenn man es sich einmal richtig überlegt, ist es gar nicht so einfach, Sprache zu verstehen. Worte bestehen aus Buchstaben, deren Reihenfolge zuweilen Phoneme ergibt, die wiederum aus dem Srachstrom herausgeschnitten und identifiziert werden müssen, um Sprache zu verstehen. Die Bedeutung von Worten hängt am Sprachkontext und am Wortkontext… Kurz: Es ist alles nicht so ...

Pädagogik: Gelernte Hilflosigkeit

Pädagogik: Gelernte Hilflosigkeit
Die Pädagogik ist – oder besser war – voller psychologischer Ansätze, die von Stimulus-Response-Modellen im HInblick auf die beste Art, zu lernen bis zu Fragen des Lehrstils oder der Selbststereotypisierung von Schülern geht. Eines der Konzepte, das zwischenzeitlich etwas in Vergessenheit geraten ist, ist das Konzept der gelernten Hilflosigkeit. Im Buch von Susan Bentham “Psychology ...

Soziologie: Soziale Rolle

Soziologie: Soziale Rolle
Ralf Dahrendorf hat mit seinem 1958 veröffentlichten Buch „Homo Sociologicus“ das Konzept der sozialen Rolle in Deutschland eingeführt. Dahrendorf vertritt darin eine Auffassung, die Wiswede (1997: 181) als funktionalistische Perspektive ansieht: Soziale Rollen sind an der Schnittstelle zwischen Individuum und Gesellschaft und haben drei konstituierende Elemente: „(1) Soziale Rollen sind gleich Positionen quasi-objektive vom Einzelnen ...

Sozialpsychologie: Tajfel über Stereotype

Sozialpsychologie: Tajfel über Stereotype
Wenn heute die Rede auf Stereotype kommt, dann ist damit häufig bereits eine negative Wertung verbunden, denn Stereotypisieren gilt als negative Tätigkeit, fast schon als eine Form der Diskriminierung. Das war nicht immer so. Bereits Gordon Allport hat 1954 auf die kognitive Funktion von Stereotypen hingewiesen. Einige Jahre später (1981) hat Henri Tajfel die normative, ...

Die Erklärung von Selbstmord durch Anomie und Anomia

Die Erklärung von Selbstmord durch Anomie und Anomia
Emile Durkheim dürfte jedem Studierenden der Sozialwissenschaflten ein Begriff sein, vermutlich weniger wegen seiner ethnologischen bzw. kulturvergleichenden Schriften, von denen im deutschsprachigen Raum besonders „Die elementaren Formen des religiösen Lebens“ aus dem Jahr 1912 bekannt geworden ist, sondern wohl eher wegen seiner Schrift über den Selbstmord aus dem Jahr 1897. Bis zu dieser Zeit dominierte ...

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