Philosophie: Marxens Menschenbild

Philosophie: Marxens Menschenbild
Das Menschenbild eines Philosophen ist in der Regel für die Art und Weise, in der er seine Philosophie entwickelt, entscheidend. Die Rekonstruktion des entsprechenden Menschenbildes ist gemeinhin nicht so einfach, wie man sich das vorstellt, es sei denn, der entsprechende Philosoph hat eine Philosophie entwickelt, die von einem Menschenbild ausgeht, wie dies z.B. Thomas Hobbes ...

Organisations-Ethnographie

Organisations-Ethnographie
Die Ethnographie ist eine Methode mit Tradition. Sie geht wohl auf Bronislaw Malinowski zurück, der sie erstmals für sein Buch “Argonauts of the Western Pacific” im Jahre 1922 verwendet zu haben scheint. Die Ethnographie ist eine Form der Beobachtung, die zwischen teilnehmender und nicht-teilnehmender Beobachtung variiert, um auf diese Weise nicht nur beschreiben zu können, ...

Ethnographische Forschung im öffentlichen Sektor

Die Ethnographie ist eine Art der Forschung und der Darstellung von Forschungsergebnissen, die in der Ethnologie bzw. Kulturanthropologie entwickelt wurde, um Aufschluss über „the native’s point of view“, d.h. die Anschauungen der Beforschten in fremden Kulturen und ihre Formen der Sinnstiftung, zu gewinnen, wie es der „Vater“ der Ethnographie, Bronislaw Malinowski, im Jahr 1922 (S. ...

Qualitative Sozialforschung: Dichte Beschreibung

Qualitative Sozialforschung: Dichte Beschreibung
Obwohl qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung in den letzten Jahren im Trend lagen und immer noch liegen, gibt es klassische Elemente der qualitativen Sozialforschung, ausgereifte Methoden, die mehr oder weniger ein Mauerblümchendasein führen. Beispiele dafür sind die Grounded Theory und die Dichte Beschreibung, eine ethnographische Methode, die von Clifford Geertz entwickelt wurde. Beiden Methoden, der ...

Politische Anthropologie

Politische Anthropologie
In einer Zeit, in der an Universitäten die Fächer aus dem Boden spriesen wie Pilze und bei einigen nicht klar ist, welcher Epistemologie, welcher Methode und welchem Erkenntnisinteresse sie folgen, ist es sinnvoll, den Blick auf die Fächer zu richten, die in der Vergangenheit, in den 1960er und 1970er Jahren einen Anspruch erhoben haben, ein ...

Soziologie: Soziale Rolle

Soziologie: Soziale Rolle
Ralf Dahrendorf hat mit seinem 1958 veröffentlichten Buch „Homo Sociologicus“ das Konzept der sozialen Rolle in Deutschland eingeführt. Dahrendorf vertritt darin eine Auffassung, die Wiswede (1997: 181) als funktionalistische Perspektive ansieht: Soziale Rollen sind an der Schnittstelle zwischen Individuum und Gesellschaft und haben drei konstituierende Elemente: „(1) Soziale Rollen sind gleich Positionen quasi-objektive vom Einzelnen ...

Ethnologie: Zombii’s (Zombies)

Ethnologie: Zombii's (Zombies)
Die Zeiten, in denen Ethnologen mit aufregenden Berichten ihrer Feldforschung glänzten, die Zeiten der Trobriander, der politischen Systeme in Highland Birma oder der Azande, sie sind wohl weitgehend vorbei. Die Technokratie hat Einzug gehalten und spannende Feldforschung weitgehend erstickt. Und so bleibt nichts anderes übrig, als in Nostalgie zu schwelgen und z.B. E. Wade Davis, ...

Qualitative Sozialforschung: Die Sprache der Messung

Qualitative Sozialforschung: Die Sprache der Messung
Qualitative Sozialforschung hat zuweilen etwas willkürliches und manche, die sie betreiben, sind offenkundig der Ansicht, dass “anything goes”, wenn es zur qualitativen Sozialforschung kommt. Dann brauche man keine Regeln, keine Methode, keine Theorie der Datenerhebung und keine Diskussion der Frage, wie man eigentlich im Rahmen qualitativer SOzialforschung mißt. Diese Forstellungen stehen in einem drastischen Gegensatz ...

Die Erklärung von Selbstmord durch Anomie und Anomia

Emile Durkheim dürfte jedem Studierenden der Sozialwissenschaflten ein Begriff sein, vermutlich weniger wegen seiner ethnologischen bzw. kulturvergleichenden Schriften, von denen im deutschsprachigen Raum besonders „Die elementaren Formen des religiösen Lebens“ aus dem Jahr 1912 bekannt geworden ist, sondern wohl eher wegen seiner Schrift über den Selbstmord aus dem Jahr 1897. Bis zu dieser Zeit dominierte ...

Ethnologie: Schenken

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Schenken eigentlicht für eine Tätigkeit ist? Ist es eine Tätigkeit, in der ein Überlegener seinen Altruismus zum Ausdruck bringt oder seine Hegemonie? Ist es ein Akt reziproker Verpflichtung, weil Geschenke erwiedert werden müssen? Der erste, der sich diese Fragen gestellt hat, ist Marcel Mauss gewesen. Seine Antworten hat ...