Pädagogik: Schulqualität und Schulkultur

Pädagogik: Schulqualität und Schulkultur
Schon in den 1970er Jahren hat Helmut Fend eine Reihe richtungsweisender Studien durchgeführt, um die Determinanten von Schulqualität herauszuarbeiten. Im Zuge seiner Arbeit hat er das Konzept der Schulkultur entwickelt. Schulkultur entsteht aus dem Zusammenwirken von Lehrern, Eltern und Schülern. Dass an Schulleistungen neben Eltern und Schülern auch Lehrer beteiligt sind, ist ein Umstand, der ...

Bildungsforschung: Das Konzept vom idealen Schüler

Das Konzept vom idealen Schüler („ideal pupil“) wurde von dem amerikanischen Soziologen Howard Saul Becker im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt und im Jahr 1952 in Form eines Artikels in der Fachzeitschrift „Journal of Educational Sociology“ einer breiten Leserschaft vorgestellt. In seiner Doktorarbeit untersuchte Becker, wie 60 Lehrkräfte in Chicago ihre Schüler in Abhängigkeit der sozialen ...

Soziale Arbeit: Offene Jugendarbeit

„Offene Jugendarbeit findet vor allem in Jugendfreizeitstätten (…) statt. Es handelt sich um Einrichtungen, die allen Jugendlichen, besonders den nichtorganisierten, durch Bereitstellen von Räumen und Sachmitteln die Möglichkeit zu vielfältigen Freizeitaktivitäten bieten und regelmäßig, d.h. an mehreren Tagen in der Woche bis in den Abend geöffnet sind“.[1] Offene Jugendarbeit zeichnet sich dabei vor allem durch ...

Pädagogik: Demokratie und Erziehung

Derzeit wird an deutschen Schulen versucht, Werte und Normen, früher hätte man gesagt, moralische Bildung in einer Weise einzuüben, wie man das kleine Einmaleins einübt: technisch und auf die Vermittlung von Beschränkt. Dass damit ein Paradox formuliert ist, das Ratio und Moral zur Dichotomie erklärt, hat John Dewey schon 1916 in seinem Buch “Democracy and Education” ausgeführt: ...

Kulturwissenschaft: Ideologie

Was ist eine Ideologie? Philip Converse hat unter einer Ideologie ein Überzeugungssystem verstanden, also eine spezifische Sicht der Dinge. Dieser Definition fehlt die politische Dimension, die eine Ideologie auszeichnet. Terry Eagleton hat diese Dimension geliefert, indem er Ideologie als Aussagen- oder Glaubensgerüst bezeichnet hat, das zur Legitimation einer spezifischen Machtverteilung und somit zur Legitimation der ...

Geschichte: Schule im Nationalsozialismus

Geschichte: Schule im Nationalsozialismus
Aus dem Nachwort des Buches von Kurt-Ingo Flessau: “Nachdem Autoren, Herausgeber und Verlage solcher Pläne und Bücher über zweieinhalb Jahrzehnte mit erkennbarem Erfolg versucht hatten, alle die Wirklichkeit verfälschende Ideologie aus ihnen herauszuhalten, erheben sich mittlerweile wieder Stimmen gegen den Versuch, Schulbücher wie Lehrpläne möglichst von parteipolitischen Einflüssen freizuhalten, und für eine parteiliche Belehrung des ...

Psychologie: Altruismus kann man nicht herbeireden

“Was würdest Du tun, wenn Du heute eine Million Britische Pfund in bar erhalten würdest?” – das wurden 1.143 Waliser Schüler im Alter von 10 bis 15 Jahren von Forschern des Wales Institute of Social and Economic Research gefragt. Die Antworten sind eindeutig: 36,3% der befragten Schüler würden das Geld für sich ausgeben; 13,9% würden ...

BWL: Schweigen und Führen?

Die Literatur, die sich mit Führung und Führungstilen befasst, gemeinhin auch in Deutschland als Leadership-Forschung bezeichnet, ist über die letzten Jahrzente vom charismatischen oder transformationalen Führer beherrscht worden, der, wie Bass schreibt, sich durch folgende Fähigkeiten auszeichnet: „Transformational leadership refers to the leader moving the follower beyond immediate self-interest. … It elevates the follower’s level ...

Statistik und empirische Sozialforschung leicht gemacht

Vor allem für Sozialwissenschaftler ist Statistik immer noch einer der Angstgegner. Formeln, Berechnungen, kaum überschaubare Algorithmen, die bestimmten Analyseverfahren zu Grunde liegen und Probleme damit, wie Ergebnisse zu interpretieren sind, beschreiben, was den Angstgegner im Kern ausmacht. Dabei ist die Berechnung von Mittelwert und Standardabweichung ein Leichtes. Dabei ist der Aufbau und die Logik statischer ...

Management: Die Wiederentdeckung der Ambivalenz

Bislang herrscht in Management-Theorien eine positive Eindimensionalität: Zufriedene Mitarbeiter arbeiten besser, verbessern das Betriebsklima, sind glücklich und wirken sich positiv auf das Betriebsergebnis aus. Zufriedene Kunden machen kostenlos und per Word-of-Mouth Werbung und vor allem: zufriedene Kunden können zu loyalen Kunden werden, die wiederkommen und gegen Abwerbeversuche der Konkurrenz resistent sind. Eine Sonderausgabe der Human Relations ...