Goffman: Glaubwürdige Darstellung

Erving Goffman hat in seinen Studien viele Facetten der menschlichen Interaktion untersucht. Ein besonders schönes Stück Sozialforschung findet sich in seinem Buch “Wir alle spielen Theater” auf den Seiten 58 bis 60. Dort diskutiert Goffman den Graubereich zwischen Wahrheit und Lüge und mithin einen Bereich, den es in der heutigen Zeit, in der die Welt ...

Goffmann: Instrumentell-formale Organisation

Goffmann: Instrumentell-formale Organisation
Wenn man an die soziologische Erklärung von Organisationen denkt, dann denkt man in der Regel an Makrosoziologische Ansätze oder an Rational-Choice-Ansätze, wie sie z.B. Herbert Simon entwickelt hat. Aber es gibt auch eine Organisationssoziologie, die von Erving Goffman entwickelt wurde. Sie ist ein wenig in Vergessenheit geraten, weshalb wir sie wieder re-animieren wollen: “Eine instrumentell-formale ...

Maslow: Die Theorie der menschlichen Motivation und die Bedürfnispyramide

Die sogenannte Bedürfnispyramide ist ein Modell, in dem menschliche Bedürfnisse in eine fünf Stufen umfassende Hierarchie gebracht werden. Sie wurde von dem amerikanischen Psychologen Abraham H. Maslow in den 1940er- und 1950er-Jahren entwickelt. Die Basis der Pyramide bilden physiologische Bedürfnissse nach Wärme, Wasser, Nahrung und Ruhe. Auf der zweiten Stufe verortet Maslow das Bedürfnis nach ...

Soziologie: Zur Erklärung menschlichen Verhaltens

Auch wenn der Gegenstand der Soziologie darin besteht, soziale Fakten, die zumeist auf einer Makroebene zu finden sind, zu erklären, so ist doch menschliches Verhalten, auf die die entsprechenden sozialen Fakten zurückführbar sind oder aus dem sie doch auf die ein oder andere Weise entstehen, die Grundlage der meisten soziologischen Theorien. Ein Soziologe, der sich ...

Soziologie: Soziale Ungleichheit

Soziale Ungleichheit ist das, was man im Englischen ein Buzzword nennt. Es schwirrt einem um die Ohren, ist negativ konnotiert und jeder scheint zu wissen, was damit gemeint ist. Hier ein Deutungsversuch: Soziale Ungleichheit bezieht sich auf die ungleiche Ausstattung mit und den ungleichen Zugang zu Ressourcen. Welche Ressourcen? Ein Beitrag von Heather Pringle untersucht ...

Soziologie: All you can EAT

or more than you can stomach… Da sage noch einer, es wäre nicht möglich, das Rad mehrfach zu erfinden, auch Jahrtausende, nachdem es zum ersten Mal gerollt ist. Brian Wansink, Ph.D. an der Dyson School of Applied Economics and Management an der Cornell Universität hat es gerade getan, das Rad neu erfunden. 139 Esser wurden ...

Bildungssoziologie: Schließung schlechter Schulen verbessert Schülerleistung

Bildungssoziologie: Schließung schlechter Schulen verbessert Schülerleistung
Die schulischen Leistungen von Schülern unterscheiden sich zum Teil erheblich zwischen Schulen und Schulorten. Die Daten der PISA-Studie, die ein Süd-Nord-Leistungsgefälle zeigen, geben davon beredtes Zeugnis. In den USA hat sich New York regelmäßig als low-performer unter den Bundesstaaten und im Hinblick auf die schulischen Leistungen der Schüler gezeigt. So war z.B. die Rate der Schulabbrecher mit ...

Bildungsforschung: Erfahrung macht den Unterschied

Arbeit hat noch niemandem geschadet, so lautet ein Sprichwort, das weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Nicht nur schadet Arbeit nicht, Arbeit wirkt sich positiv aus, und zwar auf die Schulnoten. Das hat ein Wissenschaftler an der Stanford University herausgefunden.  Jacob Leos-Urbel hat Schüler untersucht, die in den Sommerferien jobben, ein in den USA weit verbreitetes Phänomen. 200.000 ...

Qualitative Sozialforschung: Was tun mit den Daten?

Die qualitative Sozialforschung boomt. Experteninterview, Tiefeninterview, Fokus-Gruppen, narrative Interviews, sie alle werden geführt, von vielen geführt und aufgezeichnet werden sie, auf Tonband, Video, DVD, damit die Befragung auch dokumentiert wird. Und dann? Was macht man mit den vielen Seiten Text der transkribierten Fassung des Tonband-Interviews? Was mit dem langen Video und der so vielseitigen Transkription? Wie wertet man ...

Statistik und empirische Sozialforschung

Vor allem für Sozialwissenschaftler ist Statistik immer noch einer der Angstgegner. Formeln, Berechnungen, kaum überschaubare Algorithmen, die bestimmten Analyseverfahren zu Grunde liegen und Probleme damit, wie Ergebnisse zu interpretieren sind, beschreiben, was den Angstgegner im Kern ausmacht. Dabei ist die Berechnung von Mittelwert und Standardabweichung ein Leichtes. Dabei ist der Aufbau und die Logik statischer ...