Ökonomie: Wohlfahrtsstaaten

Ökonomie: Wohlfahrtsstaaten
Alle modernen Demokratien sind gleichzeitig Wohlfahrtsstaaten. Dass Wohlfahrtsstaaten einen positiven Effekt für ihre Bevölkerung haben, gilt als gegeben. Dass Wohlfahrtsstaaten weitgehend kokurrenzlos sind, ist fast schon Aussage, der man nur widersprechen kann, wenn man als Häretiker gelten will. James Bartholomew macht sich nichts aus Bezeichnungen wie “Häretiker”. Er analysiert und kritisiert Wohlfahrtsstaaten, zeichnet Entwicklungen und ...

Ökonomie: Anti-Fragile

Ökonomie: Anti-Fragile
Im angelsächsischen Ausland macht derzeit Nassim Nicholas Taleb Furore mit seiner Idee, dass man Chaos nicht beherrschen kann, auch statistisch nicht. Statt dessen, so Taleb, sei es besser, das Chaos so zu strukturieren, dass man gelegentlich auftretenden, unvorhersehbare Ereignisse, die er Black Swan Ereignisse nennt, Ereignisse wie z.B. die Finanzkrise der Jahre 2008ff, nicht den ...

VWL: Finanzkrisen

VWL: Finanzkrisen
Das Auftreten von Finanzkrisen ist für die einen eine Form von Katastrophe, andere sehen darin eines der wenigen stabil wiederkehrenden Ereignisse, über die die Finanzwelt verfügt, wieder andere sehen in Finanzkrisen rational bubbles, Selbstreiningungsmechanismen, die dazu führen, dass unproduktiv geparktes Kapital freigesetzt und der Markt verdünnt wird. Franklin Allen und Douglas Gale haben sich die ...

Ökonomie: Government Failure (Staatsversagen)

Vom Marktversagen, Market Failure, hat jeder schon gehört. Tatsächlich ist es fast durchgängig in ökonomischen Konzepten und im öffentlichen Diskurs präsent – als Rechtfertigung für den Eingriff des Staates. Der Eingriff von Staaten birgt indes eine Gefahr, die nicht so prominent thematisiert wird, das Staatsversagen, Government Failure, das Anthony de Jasay systematisiert hat: “Taking it ...

Statistik-Kniffe: Prüfung des Regressionskoeffizienten

Statistik ist der Angsgegner vieler Studenten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Statistik ist auch der Angstgegner vieler Dozenten, wie man daran sehen kann, dass quantitative Verfahren immer mehr durch qualitative Verfahren der Datenerhebung und -interpretation abgelehnt werden. Dabei ist Statistik kein Hexenwerk, und man kann sich sein Leben durch ein paar Kniffe und Tricks regelmäßig viel leichter ...

Spieltheorie: Zero-Sum und Mixed Games

Spieltheorie: Zero-Sum und Mixed Games
Bis Thomas C. Shelling seine Arbeiten zur “Strategy of Conflict” veröffentlicht hat, waren Zero-Sum-Games das beherrschende Motiv in der Spieltheorie, also Spiele, bei denen des einen Verlust des anderen Gewinn war. Shelling kommt das Verdienst zu, auf die Bedeutung gemischter Spiele, von Kooperationsspielen in Besonderen und Spielen gegenseitiger Abhängigkeit hingewiesen zu haben. “On the strategy of ...

Ökonomie: Intertemporale Konsumentenentscheidungen

Die Vorhersage von Konsumentenentscheidungen oder deren Modellierung basiert bekanntlich auf Präferenzen. Nun stellt sich die Frage, ob und wenn ja, wie und aus welchem Grund sich Präferenzen zwischen zwei Zeitpunkten verändern können, anders formuliert, wenn ein Konsument zum Zeitpunkt t0 eine Präferenz für ein blaues t-Shirt hat, hat er dann zum Zeitpunkt t1 dieselbe Präferenz ...

VWL: Becker gegen die Währungsunion

VWL: Becker gegen die Währungsunion
Als vor Jahrzehnten Pläne der EU, damals noch die Europäische Gemeinschaft, bekannt wurden, eine gemeinsame Währung zu schaffen, war Gary Becker eine der lautesten Stimmen, die davor gewarnt haben. Sein Hauptargument war dabei keines, das auf die Probleme, die sich mit einer optimum currency area verbinden, gezielt hat, sondern eines, das die Opportunitätskosten betont hat, ...

BWL: Arbeitszufriedenheit / Mitarbeiterzufriedenheit

Eine beeindruckende Zahl von deutschen Publikationen widmet sich dem Konzept der Mitarbeiterzufriedenheit.[1] Das große Interesse an der Zufriedenheit der Mitarbeiter wird aus einer Reihe von Wohltaten gespeist, die vom zufriedenen Mitarbeiter ausgehen, darunter geringere Fehlzeiten und Produktionskosten,[2] ein höheres „organizational commitment“,[3] höhere Kundenzufriedenheit[4] und höhere Effizienz im Unternehmen.[5] Gerade in Zeiten, in denen ein intensiver ...

VWL: Nachfrageinflation

VWL: Nachfrageinflation
Nachfrageinflation (demand-pull inflation) entsteht in einer Situation hoher wirtschaftlichen Wachstums.[1] Die Nachfrage nach Waren und Diensten in einer Ökonomie übersteigt die Kapazitäten der entsprechenden Ökonomie. Dies führt zu steigenden Preisen und im Ende zu Inflation. Nachfrageinflation wird zuweilen über das inflationary gap beschrieben, also als Lücke, die bei angenommener Vollauslastung im Zeitverlauf zwischen den realisierbaren ...