Philosophie: Alte Griechen und Demokratie

Zu Zeiten von Platon und Aristoteles war die Demokratie eine neue Regierungsform, die u.a. von Platon und Aristoteles als “Herrschaft der Armen” oder “Pöbelherrschaft”[1] bezeichnet wurde, wie man in Heft 284 der von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebenen Informationen zur Politischen Bildung nachlesen kann. Demokratie, so steht im selben Heft zu lesen, heiße „Mehrheitsherrschaft“. ...

Martin: Theorien in den Sozialwissenschaften

Der Begriff der “Theorie” wird in den Sozialwissenschaften sehr unterschiedlich benutzt: Sozialwissenschaftler sagen, sie sind auf sozialwissenschaftliche Theorien spezialisiert, wenn sie sich mit dem Werk von Autoren beschäftigen, die als Theoretiker der Sozialwissenschaften gelten, wie z.B. Talcott Parsons, Max Weber oder Pierre Bourdieu. Der Begriff „Theorie“ wird aber auch benutzt, um wichtige Behauptungen oder Grund-Sätze, ...

Logik: Argumentum ad verecundiam

Leider werden auch in der Wissenschaft Versuche immer häufiger, wissenschaftliche Ergebnisse nicht mit Argumenten und empirischen Belegen zu kritisieren, sondern mit Fehlschlüssen und rethorischen Tricks zu bekämpfen. Besonderer Beliebtheit erfreut sich dabei das Argumentum ad verecundiam, das an die Ehrfurcht vor Autoritäten oder angeblichen Autoritäten appelliert, und dessen Nutzer auf diese Weise hofft, darüber hinwegtäuschen ...

Philosophie: Kübeltheorie des Geistes

Philosophie: Kübeltheorie des Geistes
Weil Sie immer noch so verbreitet ist, hier die Beschreibung der “grundfalschen Theorie der Wahrnehmung”: “Die Theorie des Alltagsverstandes ist einfach. Wenn jemand etwas noch Unbekanntees über die Welt wissen möchte, muss er nur seine Augen aufmachen, ebenso die Ohren, um inbesondere solche Geräusche zu hören, die andere Menschen machen. Unsere Sinne sind als die ...

Logik: Der Trick mit der Mehrdeutigkeit

Logik: Der Trick mit der Mehrdeutigkeit
Wissenschaft basiert auf einer präzisen Sprache, besser: soll auf einer präzisen Sprache basieren. Allerdings finden sich immer häufiger Arbeiten, die als wissenschaftlich präsentiert werden, und in denen die logischen Fehler und die Versuche, Leser durch fehlende Präzision zu manipulieren, Legion sind. Ein Manipulationsversuch, der häufig angewendet wird, ist in der Logik als Fehler der Mehrdeutigkeit ...

Philosophie: Was ist ein Argument

Philosophie: Was ist ein Argument
Wissenschaft strebt nach Erkenntnis. Erkenntnis kann man als bewährte Aussagensysteme über die Realität operationalisieren, aus denen konkrete (singuläre) Sätze oder Vorhersagen über die Realität abgeleitet werden können, die an der Realität geprüft werden und an ihr scheitern können. Insofern ist es für die Wissenschaft unabdingbar, dass wissenschaftliche Sätze in letzter Konsequenz prüfbar und falsifizierbar sind. ...

Philosophie: Gedanken zum Neuen Jahr

Philosophie: Gedanken zum Neuen Jahr
Zum Beginn des Jahres 2017 wollen wir Friedrich Nietzsche die Gedanken zum neuen Jahr überlassen: “Zum neuen Jahre. – Noch lebe ich, noch denke ich: ich muss noch leben, denn ich muss noch denken. Sum, ergo cogito, cogito, ergo sum. Heute erlaubt sich Jedermann seinen Wunsch und liebsten Gedanken auszusprechen: nun, so will auch ich ...

Philosophie: Die Kunst, Recht zu behalten

Philosophie: Die Kunst, Recht zu behalten
Arthur Schopenhauer war nicht nur einer der größten Philosophen, die Deutschland nach Kant hervorgebracht hat. Er war nicht nur erbitterter Gegner und Kritiker von GWF Hegel, er hat auch ein kleines Brevier geschrieben, in dem er die Kunstgriffe von Luftbeuteln analysiert, mit denen diese versuchen, Recht zu behalten, obwohl sie keinerlei Argument vorbringen können, das ...

Philosophie: Sicheres Wissen?

Kann man sicher wissen? Gibt es Objektivität? Gibt es Wahrheit. Ein “nein” auf alle drei Fragen, ist die Antwort, die der Kritische Rationalismus gibt, und es ist die Antwort, die der normale Menschenverstand gibt, denn wenn es Wahrheit und objektives Wissen gäbe, dann dürfte es nichts geben, was unbekannt und neu ist, die Zukunft wäre ...

Empirische Sozialforschung: Grundlagen

Empirische Sozialforschung: Grundlagen
Zuweilen wird vergessen, dass empirische Sozialforschung kein Selbstzweck und auch keine Beschäftigungstherapie ist, sondern der Gewinnung von Erkenntnis dient. Dies kann explorativ erfolgen, wenn Daten erhoben werden, um sich überhaupt einen Eindruck von einem Feld machen zu können, oder konfirmatorisch, wenn das Ziel darin besteht, Vorstellungen, die man sich z.B. über ein soziales Phänomen macht, ...