Soziologie: Kulturkritik und Frankfurter Schule

Soziologie: Kulturkritik und Frankfurter Schule
Die Frankfurter Schule wird häufig auf Jürgen Habermas verkürzt. Die Geschicht der Frankfurter Schule beginnt jedoch bereits in der Weimarer Republik und erstreckt sich über einige Jahrzehnte. Zur Frankfurter Schulen zählen nicht zuletzt Theodor Adorno, Max Horkheimer, die mit der Dialektik der Moderne wohl das bekannteste und gleichzeitig am wenigsten lesbare Werk der Frankfurter Schule ...

Wirtschaftsphilosophie: Verteilungsgerechtigkeit beim Einkommen

Wirtschaftsphilosophie: Verteilungsgerechtigkeit beim Einkommen
Das Durcheinander, das in Deutschland im Hinblick auf die Benutzung der Begriffe von Gleichheit bzw. Gerechtigkeit herrscht, ist erschreckend. Gerade von Akademikern muss man erwarten, dass sie mit den entsprechenden Konzepten vertraut sind und sie richtig benutzen können. Wir beginnen heute damit, den Begriffe der Gerechtigkeit zu bestimmen. Einen wichtigen Beitrag dazu, hat wohl John ...

Sozialpsychologie: Relative Deprivation und Gerechtigkeit

Sozialpsychologie: Relative Deprivation und Gerechtigkeit
Als Begriff ist Gerechtigkeit, auch in seiner Variante der sozialen Gerechtigkeit, allgegenwärtig. Zumeist bleibt er undefiniert, gemäß der allgemeinen Übereinkunft, dass doch jeder wisse, was mit Gerechtigkeit gemeint ist. Ist das wirklich so? Prüfen Sie Ihr Verständnis: Gerechtigkeit liegt dann vor, wenn ein Akteur X für seine Leistung A eine Entlohnung S erhält, die er ...

Ökonomie: Nutzenmaximierung und Altruismus

Ökonomie: Nutzenmaximierung und Altruismus
Die Diskussion ist so alt wie das Model des Homo Oeconomicus, das Modell des Menschen, der Handlungsentscheidungen entlang eines Kalküls, das Kosten, Nutzen und Eintrittswahrscheinlichkeit einer Handlungsalternative berücksichtigt. Altruismus, so die Kritik, also die Hilfe ohne Einnutzen, die Hilfe ohne eigene Interessen, eigenen Gewinn, er werde von diesem Modell nicht erfasst. Zwar könne man argumentieren, ...

Wissenschaftslehre: Anomalien und Erkenntnis-Fortschritt

Wissenschaftslehre: Anomalien und Erkenntnis-Fortschritt
Ursprünglich war die Idee, dass wissenschaftlicher Fortschritt kumulativ erfolgt. Wir lernen immer mehr über unsere Umwelt. Jede neue Theorie erklärt, was die alte Theorie erklärt hat und etwas darüber hinaus. Dann kam Karl Popper mit seinem kritischen Rationalismus und hat den Erkenntnisfortschritt mit einem Scheinwerfer verglichen, der einen bestimmten Bereich erhellt, andere im Dunkeln belässt. ...

Philosophie: Normalsatzpositionen

Philosophie: Normalsatzpositionen
Angenommen wir beobachten, dass immer wenn A auftritt, folgt B nach – kann man dann schließen, dass B immer A nachfolgt? Die Antwort auf diese Frage, die in der Philosophie als Induktionsproblem bekannt ist, hat Hume gegeben: Ein klares Nein. Entsprechend war der naive Empirismus, dessen Vertreter geglaubt haben, man könne durch viele Einzelbeobachtungen Gesetze ...

Pseudo-Wissenschaft: Wilhelm Reich

Pseudo-Wissenschaft: Wilhelm Reich
Als Abgrenzungsproblem hat Karl Raimund Popper die Frage diskutiert, wo Wissenschaft aufhört und für ihn: Metaphysik anfängt. Statt Metaphysik kann man auch Spekulation oder Phantasie einsetzen. Die Grenze, die Popper gezogen hat, verläuft bekanntlich entlang der drei Kriterien der empirischen Prüfbarkeit, der Falsifizierbarkeit und der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit. Martin Gardner hat in den 1950er Jahren ein ...

Wissenschaftstheorie: Induktionsschluss

Wissenschaftstheorie: Induktionsschluss
Die Frage, wie man allgemeine Gesetze in den Wissenschaften aufstellen kann, kommt manchen trivial vor. Man beobachtet die Natur, sucht nach Regelmäßigkeiten und verallgemeinert die gefundenen Regelmäßigkeiten zu einem Gesetz. Dieses induktive Vorgehen, das mit der Aufklärung und in der Folge der Arbeiten von Francis Bacon in Mode kam, hat jedoch einige Probleme. Logisch betrachtet ...

Philosophie: Scholastik

Philosophie: Scholastik
Eines der kurzweiligsten Philosophiebücher ist das rund 900 Seiten starke Werk: Philosophie des Abendlandes von Bertrand Russell. In diesem Buch kombiniert Russell in unnachahmlicher Weise Geschichte und Philosophie und schafft es damit, die philosophischen Schulen, Streits und Entwicklungen in einen zeitlichen Kontext zu stellen, der sie fast zum Leben erweckt. Ein Beispiel ist die Scholastik, ...

Gesellschaftswissenschaft: Risikogesellschaft

Gut 30 Jahre ist es her, seit Ulrich Beck die Risikogesellschaft veröffentlicht hat. Zeit die zentrale Idee, die das Buch durchzieht, noch einmal zu wiederholen, denn zwischenzeitlich hat sich der Begriff der Risikogesellschaft verselbständigt und eine Vielzahl von Inhalten angenommen. Die grundlegende Idee der Risikogesellschaft besteht darin, dass mit einer zunehmenden Produktion von gesellschaftlichem Reichtum auch ...