Hayek: Individualistische Sozialwissenschaft

Hayek: Individualistische Sozialwissenschaft
Friedrich A. Hayek ist vielen ein Begriff als Ökonom und Philosoph, der die Freie Marktwirtschaft nicht zuletzt mit seinem System einer evolutorischen Ökonomie, wie dies bereits Schumpeter vor ihm getan hat, mit einer theoretischen Grundlegung versorgt hat. Wenige wissen, dass Hayek auch methodologische Grundlagen gelegt hat. Als Vertreter einer individualistischen Sozialwissenschaft war es ihm ein ...

Sozialpsychologie: Tajfel über Stereotype

Sozialpsychologie: Tajfel über Stereotype
Wenn heute die Rede auf Stereotype kommt, dann ist damit häufig bereits eine negative Wertung verbunden, denn Stereotypisieren gilt als negative Tätigkeit, fast schon als eine Form der Diskriminierung. Das war nicht immer so. Bereits Gordon Allport hat 1954 auf die kognitive Funktion von Stereotypen hingewiesen. Einige Jahre später (1981) hat Henri Tajfel die normative, ...

Soziologie: Kulturkritik und Frankfurter Schule

Soziologie: Kulturkritik und Frankfurter Schule
Die Frankfurter Schule wird häufig auf Jürgen Habermas verkürzt. Die Geschicht der Frankfurter Schule beginnt jedoch bereits in der Weimarer Republik und erstreckt sich über einige Jahrzehnte. Zur Frankfurter Schulen zählen nicht zuletzt Theodor Adorno, Max Horkheimer, die mit der Dialektik der Moderne wohl das bekannteste und gleichzeitig am wenigsten lesbare Werk der Frankfurter Schule ...

Max Weber: Legitime Formen der Herrschaft

Max Weber: Legitime Formen der Herrschaft
Jede politische Ordnung hat im Kern ein System der Herrschaft, wobei Herrschaft letztlich die Fähigkeit beschreibt, andere zur Akzeptanz oder zur Ausführung bestimmter Handlungen zu bewegen. Dieses “Bewegen” kann über eine Reihe von Mitteln erfolgen, die die Legitimität einer Herrschaft begründen. Max Weber ist der Autor, der den grundlegendsten Beitrag zur Legitimität von Herrschaft und ...

Qualitative Sozialforschung: Grounded Theory und Vergleichsgruppen

Qualitative Sozialforschung: Grounded Theory und Vergleichsgruppen
Im Zentrum der Grounded Theory als Methode zur Auswertung qualitativen Materials steht der Vergleich. Durch den ständigen Vergleich z.B. verschiedener Interviews und deren Bezug auf bereits gefundene Ergebnisse soll es möglich sein, schrittweise zu allgemeinen Aussagen fortzuschreiten. Die Frage, wie dieser Vergleich von Statten gehen soll und wie die Gruppen ausgewählt werden, die einem Vergleich ...

History: The Legacy of the Great War

History: The Legacy of the Great War
The First World War, the Great War in British historical writings, has – at least in the shelves of bookstores – a lasting legacy. The Great War, in some way or another, changed British society, like every war changes every society: “war represents, at once, a temporary reorganization and re-justification of the role structure of ...

Kriminologie: Die subjektive Schwere von Straftaten

Aus dem Strafrecht ist eine Hierarchiesierung von Straftaten nach ihrer Schwere bekannt: schwere bzw. schwerwiegende Straftaten sollen härter bestraft werden als weniger schwere bzw. schwerwiegende Straftaten, und im Großen und Ganzen dürfte Einigkeit darüber bestehen, dass Totschlag eine schwerwiegendere Straftat ist als Diebstahl. Die Einigkeit über die Schwere einer Straftat dürfte aber weit weniger weitgehend ...

Qualitative Sozialforschung: Die Sprache der Messung

Qualitative Sozialforschung: Die Sprache der Messung
Qualitative Sozialforschung hat zuweilen etwas willkürliches und manche, die sie betreiben, sind offenkundig der Ansicht, dass “anything goes”, wenn es zur qualitativen Sozialforschung kommt. Dann brauche man keine Regeln, keine Methode, keine Theorie der Datenerhebung und keine Diskussion der Frage, wie man eigentlich im Rahmen qualitativer SOzialforschung mißt. Diese Forstellungen stehen in einem drastischen Gegensatz ...

Die Erklärung von Selbstmord durch Anomie und Anomia

Die Erklärung von Selbstmord durch Anomie und Anomia
Emile Durkheim dürfte jedem Studierenden der Sozialwissenschaflten ein Begriff sein, vermutlich weniger wegen seiner ethnologischen bzw. kulturvergleichenden Schriften, von denen im deutschsprachigen Raum besonders „Die elementaren Formen des religiösen Lebens“ aus dem Jahr 1912 bekannt geworden ist, sondern wohl eher wegen seiner Schrift über den Selbstmord aus dem Jahr 1897. Bis zu dieser Zeit dominierte ...

Statistik: Faktorenanalyse

Statistik: Faktorenanalyse
Aus viel mach wenig: Eine Kurzeinführung in die Faktorenanalyse Der Ausgangspunkt der Analyse, die mit SPSS durchgeführt wurde, ist die Frage nach den Gründen, die jemanden dazu bewegen können, bei schönem Wetter durch den Wald zu rennen, d.h. sich als Jogger zu betätigen. Um diese Frage zu beantworten, wurde diversen Personen eine Liste vorgelegt, die ...