Politikberatung: Akzeptanz von Steuererhöhungen

Politikberatung: Akzeptanz von Steuererhöhungen
Wissenschaft wird nicht erst seit Thaler und Sunstein das Nudgen erfunden haben, immer mehr zu Politikberatung mit dem Zweck, Politiker darin zu beraten, wie sie Bürger und Wähler von bestimmten Notwendigkeiten, die als unausweichlich angesehen werden oder bestimmten Politiken, die mit Einschnitten verbunden sind, überzeugen können. Stan Kaplowitz und Aaron M. McCright sind im Business ...

Management: Der perverse Halo-Effekt

“Perverse halo is extensive. It occurs for nameplates within the same brand across segments and across brands within segments. It is strongest between brands of the same country. Perverse halo is asymmetric, being stronger from a dominant brand to a less dominant brand than vice versa. Apology advertising about recalls has harmful effects on both ...

Empirische Sozialforschung: Quantitative Befragung

Man glaubt es kaum, aber es gibt eine Methodologie der Befragung. Schon 1975 hat Kurt Holm eine Publikation mit dem Titel “Die Befragung” herausgegeben. Darin wird u.a. analysiert und argumentiert, wie man im Rahmen einer quantitativen Befragung korrekt Fragen formuliert, ohne den Befragten die Antwort in den Mund zu legen und ohne die Menge der Antwortalternativen so zu ...

Psychologie: Arroganz zahlt sich aus

Auf den ersten Blick ist das Ergebnis, das Benjamin R. Meagher und seine Mitstreiter gerade im Journal of Research in Personality veröffentlicht haben, überraschend: Intellektuelle Arroganz zahlt sich in besseren Noten bei Studenten aus. Dabei hatten die Autoren erwartet, dass sich intellektuelle Zurückhaltung in besseren Noten niederschlägt. Intellektuelle Arroganz haben die Autoren u.a. als  “Engstirnigkeit” und ...

Wissenschaftliches Arbeiten: Zitieren leicht gemacht

Es mag sein, dass ich in dieser Hinsicht eigen bin, aber ich habe das Zitieren noch von der Pike auf gelernt. Hans-Joachim Haubold, Universitätsbibliothekar in Mannheim, hat mich und meine Kommilitonen gequält. Aber die Quälerei hat sich gelohnt. Keiner derjenigen, die durch die Hauboldsche Zitierkaderschmiede gegangen sind, hat sich hinterher getraut, gegen das Erlernte zu ...

Marketing: Viel Schulden, wenig Kundenzufriedenheit

“From Finance to Marketing: The Impact of Financial Leverage on Customer Satisfaction”, so ist ein Beitrag überschrieben, den Ashwin Malshe und Manoj K. Agarwal im Journal of Marketing veröffentlicht haben. Der Beitrag breitet auf 17 Seiten eine doch recht einfache Nachricht aus: Je mehr Schulden ein Unternehmen hat, desto unzufriedener sind die Kunden. Der Zusammenhang ...

Handlungstheorie: Bruch mit Routinen ist nützlich

Ausgerechnet ein Tube Streik, also ein Streik der Fahrer der Londoner U-Bahn hat sich positiv auf die britische Ökonomie ausgewirkt. Das haben Forscher von den Universitäten Cambridge und Oxford herausgefunden. Die Forscher haben die Fahrroutinen von Pendlern erforscht, wie sie sich vor und nach dem Tube-Streik dargestellt haben (Im Vereinigten Königreich ist dies auf Grundlage ...

Bildungsforschung: Erfahrung macht den Unterschied

Arbeit hat noch niemandem geschadet, so lautet ein Sprichwort, das weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Nicht nur schadet Arbeit nicht, Arbeit wirkt sich positiv aus, und zwar auf die Schulnoten. Das hat ein Wissenschaftler an der Stanford University herausgefunden.  Jacob Leos-Urbel hat Schüler untersucht, die in den Sommerferien jobben, ein in den USA weit verbreitetes Phänomen. 200.000 ...

Management: Innovation? Nicht zu viel davon

Bei Innovationen scheint zu gelten: Weniger ist mehr. Zu diesem Ergebnis kommen Paolo Aversa, Luiz Mesquita und Jaideep Anand in ihrem Beitrag “Driving Performance via Exploration in Changing Environments”, der in Heft 4 von Organization Science (2015) veröffentlicht wurde. Zu ihrem Ergebnis sind die drei Autoren durch eine Untersuchung von Formel 1 Teams gekommen. 49 ...

Qualitative Sozialforschung: Was tun mit den Daten?

Die qualitative Sozialforschung boomt. Experteninterview, Tiefeninterview, Fokus-Gruppen, narrative Interviews, sie alle werden geführt, von vielen geführt und aufgezeichnet werden sie, auf Tonband, Video, DVD, damit die Befragung auch dokumentiert wird. Und dann? Was macht man mit den vielen Seiten Text der transkribierten Fassung des Tonband-Interviews? Was mit dem langen Video und der so vielseitigen Transkription? Wie wertet man ...