Ökonomie: Rationale Bubbles

Ökonomie: Rationale Bubbles
Der Alltagsverstand will es so, dass ein Crash, eine Finanzkrise, eine Spekulationsblase das Ergebnis irrationalen Handelns von Akteuren ist, mit denen die Gier durchgegangen ist. Eine Finanzkrise ist entsprechend das Ergebnis unverantwortbarer und vor allem nicht rationaler Entscheidungen, die mit dem Ziel eigener Bereicherung und ohne Rücksicht auf Verluste getroffen wurden. Soweit der Alltagsverstand, wie ...

Ökonomie: Nutzenmaximierung und Altruismus

Ökonomie: Nutzenmaximierung und Altruismus
Die Diskussion ist so alt wie das Model des Homo Oeconomicus, das Modell des Menschen, der Handlungsentscheidungen entlang eines Kalküls, das Kosten, Nutzen und Eintrittswahrscheinlichkeit einer Handlungsalternative berücksichtigt. Altruismus, so die Kritik, also die Hilfe ohne Einnutzen, die Hilfe ohne eigene Interessen, eigenen Gewinn, er werde von diesem Modell nicht erfasst. Zwar könne man argumentieren, ...

Individualistische Sozialwissenschaft

Individualistische Sozialwissenschaft
Es ist heute fast in Vergessenheit geraten, dass es vor einigen Jahrzehnten intensive Debatten darüber gab, wie eine sozialwissenschaftliche Erklärung aussehen muss, welche Fragestellungen Gegenstand sozialwissenschaftlicher Erlkärung ist und welche Phänomene überhaupt durch Sozialwissenschaften erklärt werden können. Der im Folgenden vorgestellte Forschlag einer individualistischen Sozialwissenschaft, den Karl-Dieter Opp 1979 veröffentlicht hat, ist als Grundlegung in ...

Ökonomie: Wohlfahrtsstaaten

Ökonomie: Wohlfahrtsstaaten
Alle modernen Demokratien sind gleichzeitig Wohlfahrtsstaaten. Dass Wohlfahrtsstaaten einen positiven Effekt für ihre Bevölkerung haben, gilt als gegeben. Dass Wohlfahrtsstaaten weitgehend kokurrenzlos sind, ist fast schon Aussage, der man nur widersprechen kann, wenn man als Häretiker gelten will. James Bartholomew macht sich nichts aus Bezeichnungen wie “Häretiker”. Er analysiert und kritisiert Wohlfahrtsstaaten, zeichnet Entwicklungen und ...

Ökonomie: Anti-Fragile

Ökonomie: Anti-Fragile
Im angelsächsischen Ausland macht derzeit Nassim Nicholas Taleb Furore mit seiner Idee, dass man Chaos nicht beherrschen kann, auch statistisch nicht. Statt dessen, so Taleb, sei es besser, das Chaos so zu strukturieren, dass man gelegentlich auftretenden, unvorhersehbare Ereignisse, die er Black Swan Ereignisse nennt, Ereignisse wie z.B. die Finanzkrise der Jahre 2008ff, nicht den ...

Ökonomie: Entscheidungsmodelle

Ökonomie: Entscheidungsmodelle
Akteure handeln rational. Sie maximieren ihren Nutzen. Sie versuchen jedenfalls, mit ihren Handlungen ihren Nutzen zu maximieren. Aber: Welche Rationalität ist die richtige, um das Handeln von Akteuren vorherzusagen? Das, was Max Weber die objektive Richtigkeitsrationalität genannt hat oder das, was Herbert Simon “bounded rationality” genannt hat? Die Antwort auf diese Frage hängt mit dem ...

Ökonomie: Monopol

Ökonomie: Monopol
Von Monopolisten und Monopolen ist häufig dann die Rede, wenn argumentiert werden soll, dass bestimmte Marktteilnehmer über zu viel Marktmacht verfügen. Die Frage, was denn ein Monopol ist und wodurch es sich auszeichnet, wird dabei normativ, nicht deskriptiv beantwortet. Ersteres führt dazu, dass Unternehmen in das Blickfeld geraten, letzteres dazu, dass Staaten, deren Leistungen wohl ...

Ökonomie: Rent Seeking

Ökonomie: Rent Seeking
Das Konzept des Rent Seeking ist ein zentraler Bestandteil der Public Choice, die James Buchanan und Gordon Tullock gemeinsam entwickelt haben. Die wohl beste Definition dessen, was mit Rent Seeking gemeint ist, findet sich im Buch “The Rent Seeking Society” von Gordon Tullock: “This brings me to my defintion of rent seeking. Instead of attempting ...

Ökonomie: Wettbewerb und Sozialismus

Ökonomie: Wettbewerb und Sozialismus
Was ist besser für eine Gesellschaft: Die Planung wirtschaftlicher Prozesse, die Vorgabe wirtschaftlicher Ziele und die Umverteilung der Ergebnisse wirtschaftlicher Aktivität oder der freie Wettbewerb? Friedrich A. Hayek hat vor rund 75 Jahren eine Antwort auf diese Frage gegeben, die heute fast noch aktueller ist als sie es 1944 war: “It is significant that one ...

Netzwerkanalyse: Small Worlds

Netzwerkanalyse: Small Worlds
Im Allgemeinen wird Stanley Milgram für die Entdeckung der “Six Steps of Separation” verantwortlich gemacht. Milgram befand sich mit seinem berühmten Briefexperiment jedoch in einer von Forschern, die das Phänomen kleiner Welten, wie es Duncan Watts genannt hat, untersucht haben. Bei Watts findet sich dann auch die Herleitung des Konzepts aus ganz anderen Quellen: “Research ...