Empirische Sozialforschung: Indikatoren

Empirische Sozialforschung: Indikatoren
Die meisten Konzepte, die sich in den Sozialwissenschaften finden, Rechtsextremismus, Ungleichheit, Gerechtigkeit, Rassismus kann man nicht direkt beobachten. Sie sind latente Konstrukte, die  über beobachtbare Indikatoren gemessen werden müssen. Entsprechend ist eine Messung immer nur so gut, wie der Indikator, der dafür benutzt wurde. Eines der wenigen Lehrbücher zu den Methoden der empirischen Sozialforschung, in ...

Pädagogik: Schulqualität und Schulkultur

Pädagogik: Schulqualität und Schulkultur
Schon in den 1970er Jahren hat Helmut Fend eine Reihe richtungsweisender Studien durchgeführt, um die Determinanten von Schulqualität herauszuarbeiten. Im Zuge seiner Arbeit hat er das Konzept der Schulkultur entwickelt. Schulkultur entsteht aus dem Zusammenwirken von Lehrern, Eltern und Schülern. Dass an Schulleistungen neben Eltern und Schülern auch Lehrer beteiligt sind, ist ein Umstand, der ...

Politikwissenschaft: Eigen- und Gemeinwohl

Politikwissenschaft: Eigen- und Gemeinwohl
In Parteien vereint sich ein Widerspruch, der seit in Mancur Olson besprochen hat, weitgehend in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Parteien behaupten von sich, dem Gemeinwohl zu dienen, Mitglieder von Parteien werden durch ein gemeinsames Interesse vereint, das sie ebenfalls als Gemeinwohl bezeichnen. Dennoch hat jedes Mitglied in einer Partei ein Individualinteresse. Wie die drei ...

Ökonomie: Government Failure (Staatsversagen)

Vom Marktversagen, Market Failure, hat jeder schon gehört. Tatsächlich ist es fast durchgängig in ökonomischen Konzepten und im öffentlichen Diskurs präsent – als Rechtfertigung für den Eingriff des Staates. Der Eingriff von Staaten birgt indes eine Gefahr, die nicht so prominent thematisiert wird, das Staatsversagen, Government Failure, das Anthony de Jasay systematisiert hat: “Taking it ...

Soziologie: Ist Scheidung vererbbar?

Soziologie: Ist Scheidung vererbbar?
Die intergenerationale Scheidungstransmission, also die Frage, ob eine hohe Wahrscheinlichkeit, sich scheiden zu lassen, über Generationen hinweg von Scheidungseltern an ihre Kinder weitergegeben, ist eine der spannenden soziologischen Fragen und eine der wenigen, die umfassend bearbeitet wurde. Heike Diefenbach hat die Frage danach, ob und warum Kinder geschiedener Eltern sich selbst häufiger scheiden lassen als ...

Durkheim: Soziologische Tatbestände

Die Soziologie, so hat sie Emile Durkheim definiert, ist die Wissenschaft der soziologischen Tatbestände. Die Erklärung und das Verstehen soziologischer Tatbestände ist entsprechend die Aufgabe, deren sich die Soziologie widmen muss. Nun stellt sich die Frage, was unter einem soziologischen Tatbestand zu verstehen ist bzw. wie Durkheim “soziologische Tatbestände” definiert. Er tut dies in seiner Monographie “Die Regeln der ...

Ökonomie: Intertemporale Konsumentenentscheidungen

Die Vorhersage von Konsumentenentscheidungen oder deren Modellierung basiert bekanntlich auf Präferenzen. Nun stellt sich die Frage, ob und wenn ja, wie und aus welchem Grund sich Präferenzen zwischen zwei Zeitpunkten verändern können, anders formuliert, wenn ein Konsument zum Zeitpunkt t0 eine Präferenz für ein blaues t-Shirt hat, hat er dann zum Zeitpunkt t1 dieselbe Präferenz ...

Gesellschaftswissenschaft: Risikogesellschaft

Gut 30 Jahre ist es her, seit Ulrich Beck die Risikogesellschaft veröffentlicht hat. Zeit die zentrale Idee, die das Buch durchzieht, noch einmal zu wiederholen, denn zwischenzeitlich hat sich der Begriff der Risikogesellschaft verselbständigt und eine Vielzahl von Inhalten angenommen. Die grundlegende Idee der Risikogesellschaft besteht darin, dass mit einer zunehmenden Produktion von gesellschaftlichem Reichtum auch ...

Ökonomie und Sozialwissenschaft: Einheitlicher Erklärungsansatz

Bereits 1990 hat Bruno Frey sein Buch “Ökonomie ist Sozialwissenschaft” veröffentlicht. Darin wirbt er für eine Ökonomiesierung der Psychologie bzw. eine Psychologisierung der Ökonomie. Da das Ziel der Ökonomie wie der Psychologie letztlich darin besteht, menschliches Verhalten zu erklären, besteht die Aufgabe dessen, der Sozialwissenschaften und Ökonomie unter einen Hut bringen will, darin, ein einheitliches ...

Vergleichende Politikwissenschaft: Funktionale Äquivalente

Mattei Dogan und Dominique Pelassy haben mit ihrem Buch “How to Compare Nations” einen Meilenstein der vergleichenden Politikwissenschaft und der vergleichenden Soziologie geschaffen. Darin beschreiben und begründen sie eine Methode, die es Forschern erlaubt, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken und Einsichten aus dem Vergleich von gleichen oder unterschiedlichen Ländern zu gewinnen. Ein zentraler ...