Lazarsfeld: Two Step Flow of Communication

Lazarsfeld: Two Step Flow of Communication
Oder: Wie es zum Modell des Opinion Leader kam. Eigentlich wollten Paul Lazarsfeld, Bernard Berelson und Hazel Gaudet in der Erie County Study, die später zu “The People’s Choice” verarbeitet wurde, untersuchen, welche Wirkung von einem Präsidentschaftswahlkampf ausgeht. Dazu haben sie nicht nur eine Längsschnittstudie durchgeführt, sie haben auch Kontrollgruppen in ihrer Untersuchung verwendet – ...

Ökonomie: Monopol

Ökonomie: Monopol
Von Monopolisten und Monopolen ist häufig dann die Rede, wenn argumentiert werden soll, dass bestimmte Marktteilnehmer über zu viel Marktmacht verfügen. Die Frage, was denn ein Monopol ist und wodurch es sich auszeichnet, wird dabei normativ, nicht deskriptiv beantwortet. Ersteres führt dazu, dass Unternehmen in das Blickfeld geraten, letzteres dazu, dass Staaten, deren Leistungen wohl ...

Kognitives Altern aus entwicklungspsychologischer Sicht

Kognitives Altern aus entwicklungspsychologischer Sicht
Für das kognitive Altern wie für das biologische Altern gilt, dass bislang über die Ursachen, die den Alterungsprozessen zugrunde liegen, nur relativ wenig bekannt ist, während inzwischen recht gut dokumentiert ist, welche Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit sich während des Alterungsprozesses beobachten lassen. Dokumentiert ist auch, dass diese Veränderungen nicht alle Menschen des gleichen Lebensalters in ...

Qualitative Sozialforschung: Ethnographische Interviews

Qualitative Sozialforschung: Ethnographische Interviews
Zwar verbreitet sich selbst an Hochschulen immer mehr die Meinung, dass man qualitative Sozialforschung einfach so betreiben könne. Dennoch gibt es einen festen Kanon von Methoden der Datenerhebung und der Datenauswertung. Zuweilen sind die Methoden sehr vage und unbestimmt, aber dennoch geben sie zumindest einen Anhaltspunkt, in welche Richtung z.B. ein ethnographisches Interview gehen soll, ...

Philosophie: Normalsatzpositionen

Philosophie: Normalsatzpositionen
Angenommen wir beobachten, dass immer wenn A auftritt, folgt B nach – kann man dann schließen, dass B immer A nachfolgt? Die Antwort auf diese Frage, die in der Philosophie als Induktionsproblem bekannt ist, hat Hume gegeben: Ein klares Nein. Entsprechend war der naive Empirismus, dessen Vertreter geglaubt haben, man könne durch viele Einzelbeobachtungen Gesetze ...

Statistik: Die Kaplan-Meier Erfolgsstory

Statistik: Die Kaplan-Meier Erfolgsstory
Der am häufigsten zitierte Fachzeitschriftenaufsatz aus dem Bereich der Statistik: Kaplans und Meiers „Nonparametric Estimation from Incomplete Observations” Nach einer Analyse von Thomas P. Ryan und William H. Woodall (2005) war der Aufsatz mit dem Titel „Nonparametric Estimation from Incomplete Observations“, das von Edward L. Kaplan und Paul Meier im Jahr 1958 im Journal of ...

Ethnologie: Schenken

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Schenken eigentlicht für eine Tätigkeit ist? Ist es eine Tätigkeit, in der ein Überlegener seinen Altruismus zum Ausdruck bringt oder seine Hegemonie? Ist es ein Akt reziproker Verpflichtung, weil Geschenke erwiedert werden müssen? Der erste, der sich diese Fragen gestellt hat, ist Marcel Mauss gewesen. Seine Antworten hat ...

Psychologie: Latente Variablen

Psychologie: Latente Variablen
Die Psychometrie als Sparte der Psychologie hat durch die Einführung statistischer Analysemethoden einen erheblichen Schwung erhalten. Die quantitative Psychologie, wie sie von manchen Autoren genannt wird, hat eine Vielzahl neuer Test- und Messverfahren entwickelt, ohne die weite Teile z.B. der Psychologie der Persönlichkeit, z.B. die Analysen auf Basis der Big Five nicht denkbar wären. Persönlichkeitsfaktoren ...

Ökonomie: Wettbewerb und Sozialismus

Ökonomie: Wettbewerb und Sozialismus
Was ist besser für eine Gesellschaft: Die Planung wirtschaftlicher Prozesse, die Vorgabe wirtschaftlicher Ziele und die Umverteilung der Ergebnisse wirtschaftlicher Aktivität oder der freie Wettbewerb? Friedrich A. Hayek hat vor rund 75 Jahren eine Antwort auf diese Frage gegeben, die heute fast noch aktueller ist als sie es 1944 war: “It is significant that one ...

Bildungsökonomie: Meritokratie

Bildungsökonomie: Meritokratie
Vermutlich geht die sozialwissenschaftliche Verwendung des Begriffes der Meritokratie auf Michael Young zurück, der ihn 1958 in seinem Buch “The Rise of Meritocracy” eingeführt hat. Seither gibt es eine Reihe von Arbeiten, die sich mit Meritokratie befassen, wobei das, was Meritokratie darstellen soll, zumeist unter dem Diktum des “Wir wissen schon, wovon wir sprechen” steht, ...