VWL: Nachfrageinflation

VWL: Nachfrageinflation
Nachfrageinflation (demand-pull inflation) entsteht in einer Situation hoher wirtschaftlichen Wachstums.[1] Die Nachfrage nach Waren und Diensten in einer Ökonomie übersteigt die Kapazitäten der entsprechenden Ökonomie. Dies führt zu steigenden Preisen und im Ende zu Inflation. Nachfrageinflation wird zuweilen über das inflationary gap beschrieben, also als Lücke, die bei angenommener Vollauslastung im Zeitverlauf zwischen den realisierbaren ...

Soziologie – Ökonomie: Transaktion

Für Oliver Williamson ist eine Transaktion eine Aktivität, bei der eine Schnittstelle überschritten wird: “A transaction occurs, when a good or service is transferred across a technologically separable interface. One stage of activity terminates and another begins”, so schreibt er kurz und knapp. Für Soziologen ist die Welt seit jeher komplizierter als dies für Ökonomen ...

Controlling: Wissensbilanz

Da wir derzeit in einer Wissensgesellschaft leben, wie viele Betriebswrite denken, liegt nichts näher, als den Bestand an Wissen, das in einem Unternehmen vorhanden ist, in einer Bilanz zu sammeln, denn Wissen ist ein intangible asset, von dem angenommen wird, dass es positive Effekte auf die Wettbewerbsposition eines Unternehmens hat. “Funktionen und Nutzen der Wissensbilanz: ...

Logik: Argumentum ad verecundiam

Leider werden auch in der Wissenschaft Versuche immer häufiger, wissenschaftliche Ergebnisse nicht mit Argumenten und empirischen Belegen zu kritisieren, sondern mit Fehlschlüssen und rethorischen Tricks zu bekämpfen. Besonderer Beliebtheit erfreut sich dabei das Argumentum ad verecundiam, das an die Ehrfurcht vor Autoritäten oder angeblichen Autoritäten appelliert, und dessen Nutzer auf diese Weise hofft, darüber hinwegtäuschen ...

VWL: Klassischer Wirtschaftsliberalismus

Die Bedeutung von Begriffen geht im politischen Diskurs öfter einmal verloren. Der Diskurs wird dann zu einem Schlagabtausch, in dessen Verlauf sich die Kontrahenten Begriffe an den Kopf werfen, ohne dass sie oder ihre Zuhörer die Bedeutung der Begriffe darlegen könnten. Deshalb: Wirtschaftsliberalismus “Die Wirtschaftsordnung des klassischen Wirtschaftsliberalismus entsprach in ihren Anfängen dem marktwirtschaftlichen Modell ...

Philosophie: Kübeltheorie des Geistes

Philosophie: Kübeltheorie des Geistes
Weil Sie immer noch so verbreitet ist, hier die Beschreibung der “grundfalschen Theorie der Wahrnehmung”: “Die Theorie des Alltagsverstandes ist einfach. Wenn jemand etwas noch Unbekanntees über die Welt wissen möchte, muss er nur seine Augen aufmachen, ebenso die Ohren, um inbesondere solche Geräusche zu hören, die andere Menschen machen. Unsere Sinne sind als die ...

BWL: Corporate Identity

In der BWL gibt es eine Vielzahl von Konzepten, die man als Konzepte des betriebswirtschaftlichen Alltagsverstands bezeichnen könnte. Jeder hat sie schon einmal gehört, kaum jemand definiert sie und alle denken, sie würden vom selben sprechen, wenn sie z.B. über Corporate Identity sprechen. Um sicherzustellen, dass auch wirklich alle vom gleichen sprechen, hier eine der ...

Literaturwissenschaft: Was ist Literatur?

Literaturwissenschaft: Was ist Literatur?
Ist Heinz G. Konsalik Literatur oder Heinrich Böll oder Jane Austen oder Thilo Sarrazin? Kann ein Sachbuch Literatur sein oder ist die Kategorie der Literatur der Prosa vorbehalten? Die Antwort auf diese Fragen hängt offensichtlich davon ab, wie Literatur und damit der Gegenstand der Literaturwissenschaft definiert wird. Terry Eagleton hat dazu einen Vorschlag vorgelegt: “It ...

Soziologie: Das Thomas Theorem

Das in der Soziologie sehr bekannte und für die Soziologie sehr bedeutsame Thomas-Theorem wurde im Jahr 1928 von William Isaac Thomas und Dorothy Swaine Thomas formuliert. Es lautet: „If men define situations as real, they are real in their consequences“ (Thomas & Thomas 1928: 572), oder frei ins Deutsche übertragen: Wenn Menschen Situationen oder Sachverhalte ...

BWL: Organisationstheorie

Die Frage, was unter einer Organisation zu verstehen ist und welchem Zweck sie dient, kann in unterschiedlicher Weise beantwortet werden. Eine Antwort hat Chester I. Barnard gegeben. Für Barnard ist eine Organisation ein System bewusst koordinierter Handlungen, an dem zwei oder mehr Personen beteiligt sind. Konsequenterweise besteht eine Organisation für Barnard nicht aus Menschen, sondern ...