Definition: Kollektives Verhalten

Der Begriff “Kollektives Verhalten” bezieht sich nicht auf Staaten oder sonstige Entitäten. Kollektives Verhalten beschreibt ein aggregiertes Verhalten, das aus dem Tun von Einzelakteure resultiert. In gewisser Weise handeln Arbeitnehmer, wenn sie ein Auto zusammensetzen, kollektiv. Aber das Unternehmen ist kein kollektiver Akteur. Soldaten, die kooperieren, arbeiten an etwas Gemeinsamem und somit Kollektiven. Aber die Armee ist kein kollektiver Akteur.

Was es genau mit kollektivem Verhalten auf sich hat, kann James S. Coleman mit am besten erklären:

Die Systemphänomene, die unter der Überschrift ‘kollektives Verhalten’ zusammengefasst werden können, weisen mehrere gemeinsame Elemente auf:

  • Sie umfassen eine Vielzahl von Personen, die die gleichen oder ähnliche Handlungen zur selben Zeit ausführen.
  • Das gezeigte Verhalten ist vorübergehend oder wechselt ständig, befindet sich also nicht in einem Gleichgewichtszustand.
  • Die Handlungen weisen eine gewisse wechselseitige Abhängigkeit auf; die Individuen handeln nicht unabhängig voneinander.

Wir haben es hier mit einer breiten Klasse von Phänomenen zu tun. Zu ihnen gehören Bankruns, Paniken in einem voll besetzten Theater wegen eines Feueralarms, Moderverhalten, wie man es unter Kindern findet (wie z.B. das Hulahoop- oder Skateboardfieber), Bereicherungsmanien wie die Aktienspekulation, die wegen John Laws Mississippi-Plan in Frankreich ausbrach (siehe Kapitel 8), aggressive unorganisierte Demonstrationen, Aufstände, Massenverhalten, Trends in der Kleidermode und religiöser Wahn oder Massenbekehrungen. Außer den drei oben genannten Elementen haben diese Phänomene wenig gemeinsam. Einige scheinen ganz spontan aufzutreten, andere benötigen Vorüberlegungen und Kalkulation. Einei sind einmalig auftretende Ereignisse, anderen kehren in leicht abgewandelter Form wieder. Sie beinhalten ganz verschiedene Gefühle wie Angst, Haß, Sympathie, Enthusiasmus oder Habgier. Und doch macht es Sinn, diese Phänomene zusammen aufzulisten; es scheint, dass sie alle auf ähnlichen Prozessen basieren.

Was diese Phänomene so faszinierend und rätselhaft macht, ist, dass sie so kurzlebig, flüchtig und offenkundig unvorhersagbar sind. Sie gehen über die Grenzen stablier Verpflichtngen und Erwartungen, aus denen ein Großteil sozialer Organisation besteht, hinaus und erfahren dabei eine systemimmanente Verstärkung, die manchmal zu ‘explosiven’ Resultaten führt. In Perioden des Wandels, wenn institutionalisierte Strukturen sich aufgelöst haben oder sich in Auflösung befinden, treten solche kurzlebigen und emotionsgeladenen sozialen Phänomene mit besonders großer Wahrscheinlichkeit auf. Somit ist die Ergründung dieser Phänomene vor allem für die Untersuchung sozialen Wandels hilfreiche” (Coleman 1990: 255-256(.

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