Individualistische Sozialwissenschaft

Es ist heute fast in Vergessenheit geraten, dass es vor einigen Jahrzehnten intensive Debatten darüber gab, wie eine sozialwissenschaftliche Erklärung aussehen muss, welche Fragestellungen Gegenstand sozialwissenschaftlicher Erlkärung ist und welche Phänomene überhaupt durch Sozialwissenschaften erklärt werden können. Der im Folgenden vorgestellte Forschlag einer individualistischen Sozialwissenschaft, den Karl-Dieter Opp 1979 veröffentlicht hat, ist als Grundlegung in das strukturell-individualistische Forschungsprogramm eingegangen.

“Das Programm einer individualistischen Sozialwissenschaft besteht – grob gesagt – darin, unter expliziter Anwendung individualistischer Theorien soziale Sachverhalte zu erklären, vorauszusagen und praktische Probleme einer Lösung näherzubringen. ‘Individualistische Theorien’ sind dabei solche Theorien, die Bedingungen (sozialer oder nicht sozialer Art) für das Auftreten individuellen Verhaltens angeben. ‘Verhalten’ ist dabei in einem sehr weiten Sinne gemeint: Es schließt sowohl beobachtbares Handeln (Teilnahme an einer politischen Wahl, kriminelles Handeln, Übernahme einer Rolle) als auch psychische Merkmale (bestimmte Attitüden, Kognitionen u.ä.) ein.

Es gibt nur wenige sozialwissenschaftliche Disziplinen, in denen eine individualistische Orientierung eine weite Verbreitung gefunden hat. Vor allem in der Ökonomie ist sie ohne Zweifel das herrschende ‘Paradigma’, in der Politologie ist sie durch die geradezu explosionsartige Entwicklung der sog. Neuen Politischen Ökonomie relativ verbreitet, nimmt aber keineswegs eine beherrschende Stellung ein. In den übrigen Disziplinen ist eine individualistische Orientierung eher die Ausnahme. Dies gilt z.B. für die Soziologie.

[…]

Die bisher wohl am meisten angewendete Theorie ist die Nutzentheorie (auch deskriptive Entscheidungstheorie genannt). Sie wird vor allem in der Ökonomie verwendet, wurde jedoch bereits zur Erklärung einer Vielzahl nicht-ökonomischer Sachverhalte herangezogen.

[…]

Die Nutzentheorie geht davon aus, dass eine Person verschiedene Handlungsalternativen wahrnimmt. Im einfachsten Fall kann die Person sich vor die Alternative gestellt sehen, das zu tun, was sie bisher tut, oder eine bestimmte andere Handlung auszuführen (z.B. dieses Buch weiterlesen oder einen Spaziergang machen). Diejenige Handlung wird ausgeführt, deren Handlungskonsequenzen am positivsten bewertet und am sichersten erwartet werden” (Opp, Individualistische Sozialwissenschaft, S.6-7)

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