Gesellschaftswissenschaft: Risikogesellschaft

Gut 30 Jahre ist es her, seit Ulrich Beck die Risikogesellschaft veröffentlicht hat. Zeit die zentrale Idee, die das Buch durchzieht, noch einmal zu wiederholen, denn zwischenzeitlich hat sich der Begriff der Risikogesellschaft verselbständigt und eine Vielzahl von Inhalten angenommen.

Die grundlegende Idee der Risikogesellschaft besteht darin, dass mit einer zunehmenden Produktion von gesellschaftlichem Reichtum auch eine erhöhte Produktion von “Risiko” einhergeht, das wiederum gesellschaftlich verteilt werden muss, sofern es überhaupt verteilt werden kann (was z.B. bei radioaktiver Strahlung nicht der Fall ist):

“In der fortgeschrittenen Moderne geht die gesellschaftliche Produktion von Reichtum systematisch einher mit der gesellschaftlichen Produktion von Risiken. Entsprechend werden die Verteilungsprobleme und -konflikte der Mangelgesellschaft überlagert durch die Probleme und Konflikte, die aus der Produktion, Definition und Verteilung wissenschaftlich-technisch produzierter Risiken entstehen.

Dieser Wechsel von der Logik der Reichtumsverteilung in der Mangelgesellschaft zur Logik der Risikoverteilung in der entwickelten Moderne ist historisch an (mindestens) zwei Bedingungen gebunden. Er vollzieht sich – wie heute erkennbar – erstens dort und in dem Maße, in dem durch das erreichte Niveau der menschlichen und technologischen Produktivkräfte sowie der rechtlichen und sozialstaatlichen Sicherungen und Regelungen echte materielle Not objektiv verringert und sozial ausgegrenzt werden kann. Zweitens ist dieser kategoriale Wechsel zugleich davon abhängig, dass im Zuge der exponentiell wachsenden Produktivkräfte im Mondernisierungsprozess Risiken und Selbstbedrohungspotentiale in einem bis dahin unbekannten Ausmaß freigesetzt werden.

[…]

Nun sind Risiken industrieller Entwicklung sicherlich so alt wie diese selbst. Die Verelendung großer Teile der Bevölkerung – das ‘Armutsrisiko’ – hat das 19. Jahrhundert in Atem gehalten. ‘Qualifikationsrisiken’ und ‘Gesundheitsrisiken’ sind seit langem Thema von Rationalisierungsprozessen und darauf bezogenen sozialen Konflikten, Sicherungen (und Forschungen). Dennoch kommt den Risiken, die im folgenden im Zentrum stehen und seit einigen Jahren die Öffentlichkeit beunruhigen, eine neue Qualität zu. Sie sind in den Betroffenheiten, die sie produzieren, nicht mehr an den Ort ihrer Entstehung – den Betrieb – zurückgebunden. Ihrem Zuschnitt nach gefährden sie das Leben auf dieser Erde, und zwar in all seinen Erscheinungsformen. Verglichen damit gehören die Berufsrisiken primärer Industrialisierung einem anderen Zeitalter an.” (Beck, Risikogesellschaft, S.25-29).

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