Ökonomie: Unternehmensbewertung

Die Frage, was ist ein Unternehmen wert, ist eine häufig gestellt Frage. Unternehmensbewertung spielt nicht nur im Zusammenhang mit Mergers und Akquisitionen eine Rolle, sie ist relevant, wenn es darum geht, Börsengänge vorzubereiten, Körperschaftssteuern festzusetzen, die richte Gearing-Ratio zu bestimmen und für vieles mehr.

Wie also bestimmt man den Unternehmenswert?
Hier gilt es eine deutsche, von einer angelsächsischen Methode zu unterscheiden.
Die deutsche Variante beschreibt Hunger, einer ihrer Vertreter, wie folgt:

quote“Die wichtigste Funktion der Unternehmensbewertung besteht in der Bereitstellung des Entscheidungswerts. Dieser gibt als subjektiver Grenzpreis die äußere Schranke der Konzessionsbereitschaft einer Verhandlungspartei an. Der Käufer eines Unternehemns wird nicht mehr als seinen Grenzpreis zu zahlen bereit sein, weil anderenfalls der Kauf wirtschaftlich unvorteilhaft wäre. Analog akzeptiert der Verkäufer nur ein Preisangebot, das über seinem Grenzpreis liegt oder diesem zumindest gleichkommt. Der Entscheidungswert entspricht investitionstheoretisch dem kritischen Preis, bei dem der unsichere Zahlungsstrom aus wirtschaftlicher Sicht gerade noch nicht unvorteilhaft ist. Der kritische Preis markiert also die letzte Möglichkeit eines vorteilhaften oder zumindest genau zielsetzungsneutralen Geschäfts – jeder Preis jenseits des Grenzpreises bewirkt eine Zielwertverschlechterung und damit ein unvorteilhaftes Geschäft” (Hunger, Unternehmensbewertung, S.5).