Kriminologie: Broken Windows und Kriminalität

run down building1982 haben George L. Kelling und James Q. Wilson ihren Broken Windows Approach veröffentlicht, der im Wesentlichen die Höhe der Kriminalität in einem Gebiet mit dem Zustand der Nachbarschaft in Verbindung bringt: Je schlechter der Zustand von Gebäuden und je fluider die Nachbarschaft, desto höher die Kriminalität.

Der Broken Windows Approach hat viel Furore gemacht und die Politik der harten Hand in New York angeleitet, mit der erfolgreich gegen die Kriminalität in der Stadt vorgegangen wurde. Zwischenzeitlich haben die Stimmen, die den Broken Windows Approach für zu allgemein, wenn nicht gleich unzutreffend halten, ein Übergewicht gewonnen und der Broken Windows Approach ist fast in Vergessenheit geraten.

Fast!

Denn nun haben Wissenschaftler von der University of Pennsylvania in einer Untersuchung den Broken Windows Approach bestätigt:

“Replacing broken windows and doors is an effective deterrent of crime – and a low cost alternative to demolishing abandoned buildings”, sagt John McDonald, der an der Untersuchung beteiligt war.

Die Wissenschaftler haben sich ein quasi-natürliches Experiment zu Nutze gemacht, das die Stadt Philadelphie mit der Verpflicht für Eigentümer von heruntergekommenen Häusern geschaffen hat, die Fassade derselben wieder Instand zu setzen und Türen und Fenster in Ordnung zu bringen. In der Umgebung von Häusern, die auf diese Weise wieder Instand gesetzt wurden, fanden McDonald und seine Kollegen einen Rückgang der Kriminalität um 39%.

Der Broken Windows Approach lebt, kann man dazu nur sagen.

Ghostwriter-24

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