Psychologie: Gehirnstruktur beeinflusst Fähigkeit, Belohnungen aufzuschieben

Marshmellow testIn den 1960er und 1970er Jahren hat Walter Mischel Experimente durchgeührt, die bis heute berühmt sind. U.a. hat er Vorschulkinder daraufhin untersucht, wie gut es ihnen gelingt, Belohnungen aufzuschieben: Jeweils ein Kind wurde mit zwei Marshmellows in einem Raum vom Versuchsleiter alleine gelassen. Ihm wurde gesagt, dass es entweder beide Marshmallows essen dürfe, wenn der Versuchsleiter zurückkommt oder eines, nachdem der Versuchsleiter gegangen ist und eines bei seiner Rückkehr. Etliche Kinder aßen ein Marshmallow unmittelbar, nachdem der Versuchsleiter den Raum verlassen hatte.

Im weiteren Verlauf seiner Experimente hat Mischel dann gezeigt, dass der Aufschub von Belohnungen bzw. die Fähigkeit, Belohnungen aufzuschieben, eine Form der Verhaltenskontrolle darstellt, die mit einer Reihe von Verhalten zusammenhängt, die in einem Menschenleben als bedeutend angesehen werden, darunter die Fähigkeiten zu planen, zu argumentieren, negative Emotionen zu kontrollieren, bessere schulische Leistungen und weniger psychologische und psychosoziale Probleme.

Gut 40 Jahre nach Mischel haben Robert Latzman und William Hopkins in einer Versuchsreihe mit Chimpanzen gezeigt, dass die Fähigkeit, Gratifikationen aufzuschieben, auf eine Vernetzung der weißen Materie im präfrontalen Cortex zurückzuführen ist. Die Forscher haben die Chimpanzen mit einer Technik der operanden Konditionierung trainiert, Belohungen aufzuschieben. Die Chimpanzen lernten, dass dann, wenn sie eine Traube aufbewahren und nicht sofort essen, zwei, dann drei, vier und so weiter Trauben werden. Der Lernerfolg ging mit einer Verbindung im präfrontalen Kortex einher.

 

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