Finanzwissenschaft: Stromnutzung sagt Aktienmarkt vorher

Power supplzEs klingt ungewöhnlich und doch basiert die Überschrift auf einer wissenschaftlichen Arbeit, die Zhi Da, Dayong Huang und Hayong Yun im April 2015 unter dem Titel “Industrial Electricity Usage and Stock Returns” veröffentlicht haben. Darin machen sich Da, Huang und Yun die Tatsache zu Nutze, dass der Stromverbrauch in der Industrie Ausweis der Nachfrage und somit Ausweis des konjunturellen Zyklus’ ist.

Folglich, so die Annahme, ist in Zeiten hoher Konjunktur die Nachfrage nach Strom aus der Industrie höher als in Zeiten schlechter Konjunktur. In Zeiten schlechter Konjunktur ist dagegen das Risiko einer Investition in Aktien hoch, weshalb Investoren wenn sie denn investieren, ein entsprechendes Risikopremium verlangen, eine höhere Rendite, die ihrem höheren Risiko entspricht, ganz so, wie Sharpe das schon 1964 in seinem Capitel Asset Pricing Model dargelegt hat.

Das Neue an der Arbeit von Da, Huang und Yun ist nun, dass Sie auf Grundlage der Entwicklung der Stromnachfrage die Entwicklung von Börsen (als Aggregat von Aktienwerten in z.B. dem DAX oder dem Dow Jones oder dem FTSE100) vorhersagen können: Sinkt die Stromnachfrage in einem Monat und im Vergleich zum Vorjahr um 1%, dann sagen die drei Autoren vorher, dass der Wert von Aktien in einem Jahr um 0,92% höher liegen wird als im laufenden Jahr, mit ungeahnten Möglichkeiten für Investoren:

“For example, when industrial electricity usage declines sharply this month, relative to the same month last year, a higher stock market return is predicted and the investors could take advantage of this prediction by shifting some of their investment from bond to stock, a practice commonly know as market timing”

Ghostwriter-24

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