Sozialpsychologie des Aberglaubens

Freitag, der 13., das ist ein Datum, das bei einer Reihe von Menschen ein gewisses Unbehagen weckt. Dabei kann der Freitag ebenso wenig dafür, dass er ein Freitag ist, wie die 13 etwas dafür kann, dass sie als Unglückzahl angesehen wird.

friday13Tatsächlich ist die Verbindung von Freitag und 13 neueren Datums. Wie Rebecca Borah von der University of Cincinnati ausführt, stammt beider unglückliche Assoziation aus dem frühen 18. Jahrhundert. Zuvor war die 13 in der Numerologie der Kelten negativ konnotiert, aber der Freitag war von einem entsprechenden Schicksal verschont geblieben.

Pate bei der Übertragung des Unglücks der 13 auf den entsprechenden Freitag und die damit einhergehende Steigerung in der Wahrscheinlichkeit der Unglücksprognose scheint das Christentum gestanden zu haben, da der Überlieferung zufolge, Jesus an einem Freitag und noch dazu an einem 13. gekreuzigt wurde.

Dass sich Freitag, der 13. gegen jede statistische Evidenz und alle vorhandenen Belege als der Tag halten konnte, der mit Unglück und Missgeschickt in besonderem Ausmaß assoziiert ist, erklärt sich über die Bereitschaft von Menschen, Aossziationen auf der Basis von Salience und Gewohnheit zu bilden und aufrecht zu halten.

Hat Freitag, der 13. erst einmal eine besondere Aufmerksamkeit (Salience), dann wird er leichter mit Missgeschicken assoziiiert und in der Folge für diese verantwortlich gemacht als dies z.B. für Dienstag, den 7. der Fall ist. Mit jedem Missgeschick, das für Freitag, den 13. berichtet wird, wächst der unglückliche Ruhm des Tages an. Er erhält eine unrühmliche Etikette, die ihn über Zeit und Raum als Tag des besonderen Unglücks kenntlich macht.

Aberglaube, so zeigt sich, basiert auf der Verquickung von glauben Wollen, Salience und Gewohnheit.

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